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Review zu Fleshcrawl - Into The Catacombs Of Flesh - 428 Hits
disc Band: Fleshcrawl
Album: Into The Catacombs Of Flesh
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 29.11.2019
Label: Apostasy Records
Laufzeit: 39:13
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Die Scheibe, die ich heute bespreche, ist zwar schon seit Ende November auf dem Markt, aber es ist mir doch ein sehr großes Anliegen, sie noch zu reviewen. Immerhin geht es um die grandiosen Fleshcrawl und ich war sicherlich nicht der einzige Old Skull-Lunatic, der total aus dem Häuschen war, als diese legendäre Schlachtertruppe tatsächlich ein neues Album ankündigte. Abgesehen von der arschgeilen Split namens "Tales Of Flesh And Skin" mit den coolen Skinned Alive aus dem Jahr 2016 lag ihr letzter Longplayer "Structures Of Death" zum Veröffentlichungszeitpunkt auch schon zwölf Jahre zurück! Viel Blut und Gedärm flossen seit dieser Zeit den Styx hinunter und die Szene hat sich stark verändert. Hatte die Band damals quasi fast schon ein Alleinstellungsmerkmal im Premiumbereich des schwedisch angehauchten Old School Death Metals, müssen sie sich mittlerweile in einer wieder stark aufgeblühten Szene nach so einer langen Zeit erst einmal wieder behaupten, denn saugeile Scheiben gibt es in diesem Bereich ja nicht gerade wenige. Mit der Split haben sie auf alle Fälle schon mal bewiesen, dass mit ihnen immer noch absolut zu rechnen ist, und letztendlich brauchen sie eh niemanden mehr etwas beweisen, denn dafür ziehen sie ihre Tätigkeit als Leichenschänder schon viel zu lange und viel zu gut durch. Wer von euch verfällt nicht gleich in freudige Erregung, wenn von Fleshcrawl die Rede ist? Na also :). Seit der Split gab es übrigens einen Besetzungswechsel und die Position des langjährigen Gitarristen Mike Hanus, immerhin seit der "Impurity" mit dabei, wurde von Slobodan Stupar übernommen. Jener wurde zwar Anfang März dieses Jahres zwar schon wieder durch einen Herren namens Christian Kalbrecht ersetzt, hat aber auf der neuen Scheibe noch seine Duftmarke in Form von drei Songs hinterlassen. Untergekommen sind die Todesbleirecken bei dem kleinen, aber feinen Label namens Apostasy Records, und so stand dem neunten Longplayer namens "Into The Catacombs Of Flesh" nichts mehr im Weg :). Der Albumtitel war auf alle Fälle schon mal sehr vielversprechend und so war die Freude natürlich sehr groß :).

Nach einem schön düsteren und bedrohlichen Intro geht der Todesspaß auch schon mit Schmackes los, und Fleshcrawl zeigen sogleich, dass sie nichts an ihrer bisherigen Marschrichtung ändern wollen :). Das ist auch sehr gut so, denn die Herren reißen auf "Into The Catacombs Of Flesh" ein absolutes Freudenfeuer des Todes ab, so dass mein kleines rottiges Herz gleich dahinschmilzt, weil die zu hörende Musick so herrlich ist :). Fleshcrawl stehen natürlich immer noch für die straighte, alte Schule mit fettem Schwedeneinschlag, die uns so sehr zum Ausrasten bringt :). Eine kleine Neuerung gibt es im Songwriting aber doch, und zwar hat die Band ihren Grundsound durch Einflüsse aus dem Punk/Crust-Bereich angereichert und mit einem leichten Death ´N´ Roll-Groove aufgepeppt. Interessanterweise hatte ich damit zu Beginn, obwohl ich entsprechende Musikrichtungen sehr mag, doch erst ein paar Probleme. Ich denke, es lag daran, dass ich etwas überrumpelt davon war, da ich entsprechendes Riffing im Fleshcrawl-Kontext so nicht erwartet hatte. Mein "Schuster, bleib bei deinen Leisten"-Bereich hat sich aber mit den Einflüssen sehr schnell anfreunden können, denn sie klingen nicht nur cool, sondern passen sich sehr gut in den bisherigen Stil ein und lockern diesen doch angenehm auf :). Garniert durch diese Leckerlis mundet die Svenska Dödsmetall-Kreissäge, die sich mörderischer Kraft und Präzision durch meine Innereien arbeitet, doch gleich noch viel besser :). Die Songs sind aber auch herrlich brutal, roh, auf den Punkt gebracht und old school :). Purer Genuss! Das Songwriting ist wirklich kraftvoll, betörend und mitreißend... Fleshcrawl wissen halt, wie geiler Todesblei zu klingen hat :). Hier wird auch nicht lange um den heißen Brei herumgequatscht, sondern die Band kommt in den Songs immer gleich auf den Punkt. Dadurch präsentiert sie euch eine Scheibe, die euch euren Ohrenschmalz akkurat rauspusten wird, denn sie braucht diesen Platz, da sie gekommen ist, um sich in euren Hörgängen festzusetzen :). Das schafft "Into The Catacombs Of Flesh" auch mühelos. Das glaubt mir! Spätestens bei den grandiosen Melodiebögen in bester Dismember-Manier wird es um euch geschehen sein :). Mein Gott, sind diese Melodien geil :). Da werdet ihr so schnell aus eurem breiten Grinsen nicht mehr herauskommen. Aber wer von euch will das auch schon? Genau... niemand! Neben den mörderischen Riffs und den Killermelodien zaubern Oliver Grbavac und Slobodan Stupar auch noch so richtig geile klassische Metal-Soli aus ihren Ärmeln heraus, die den Songs noch mehr Würze geben :). Herrlich! Dazu ballert euch Manuel Markowski mit seinem Bass ordentlich in eurer Magengegend herum, während Bastian Herzog präzise und straight sein Schlagzeug bearbeitet :). Da muss ich gleich wieder an den Abend denken, als ich Fleshcrawl bei uns um die Ecke im Forellenhof in Salzgitter sah und ganz entzückt vor der Bühne stand, mich tierisch über das total zu den Songs passende Ufta-mässige Druming freute und nach dem Gig meine Leute besoffen mit meiner Liebe zu entsprechenden Schlagzeugrhythmen im Old School Death Metal zuquasselte, hehehe :). Aber zurück zu "Into The Catacombs Of Flesh" :). HM2-Liebhaber*innen müssen diese Scheibe unbedingt besitzen, denn Fleshcrawl zeigen nach wie vor, was diesen geilen Stil ausmacht, zelebrieren ihn voller Lust und bringen euch dadurch in einen wahren Freudentaumel :)! Das ist pures Death Metal-Feuer, das auch nur so klingen kann, weil die Flamme für diese Musick in den Herzen der beteiligten Musiker immer noch lichterloh brennt und dafür sorgt, dass das Todesblei in ihren Adern kocht. Nur so können sie voller Hingabe und Wonne ihr Herzblut über die Notenblätter vergießen :)! So muss das sein :). Ich will hören, dass die Band Bock auf diesen Sound hat und das ist bei Fleshcrawl natürlich absolut der Fall. Das war schon immer so, ist jetzt so und wird auch immer so bleiben :)!

Dann kommen wir mal zu Sven Groß und sein in Schwefel, Säure und Eiter getränktes Stimmorgan :). Der Herr lässt sich nach der saugeilen Vorlage seiner Mitmusiker natürlich nicht zweimal bitten und röhrt gewohnt wie Sau los, dass es eine echte Wonne ist :). Er grunzt jetzt zwar nicht mehr so tief wie wir es von ihm bisher gewöhnt sind, dafür aber nicht weniger heftig und brutal :). Vielmehr nutzt er das tiefe Gekotze eher als Akzentuierung für sehr derbes und intensives Geshoute und Keifen, bei dem er Gift und Galle literweise in sein Umfeld kotzt. Herrlich :). Die Power in seiner Stimme ist echt enorm und der Druck, der dabei entsteht, dürfte locker jeden Sarg auf dem Friedhof, auch unter der Erde, zum Bersten bringen :)! Sven gibt, wie wir es von ihm kennen, mal wieder voller Hingabe alles, damit die Songs auch gesanglich das volle Paket Death Metal-Wahnsinn bekommen, auf dass wir Todesblei-Lunatics auch bestens versorgt werden :). Sehr geil :)!

Eine leichte Änderung gab es meinen Ohren nach auch in der Produktion. Aber keine Bange, ihr Sickos, glattgebügelt werden hier bei diesem Sound nur die Nörgler, denen dieser nekrophile Klang nicht modern genug ist. Also keiner von euch Freaks, hehehehe :). Die von mir zu hörende Änderung bezieht sich darauf, dass der Gesamtklang meiner Meinung nach jetzt eher einem Live- statt einem Studiosound ähnelt, welcher aber genau so killermäßig ist wie bei ihren bisherigen Veröffentlichungen :). Die Jungs ziehen soundtechnisch also immer noch zu 666% die allmächtige HM2-Schiene durch und sorgen damit nicht nur wegen der Songs für ein herrliches Glühen in eurem Schritt :). Auf "Into The Catacombs Of Flesh" herrscht der Sound des alten Svenska Dödsmetall-Geistes mit voller Macht und lässt mein Hirn sogleich literweise Glückshormone in mein Blut pumpen :). Wenn ich solche Produktionen höre, bin ich immer total elektrisiert und habe ein fettes Grinsen im Gesicht :). Das vergeht mir auch nicht, während die herrlich kratzigen Gitarren meine Haut vom Fleisch ziehen, der wummernde Bass mein Fleisch zu Brei verarbeitet, die hämmernden Drums meine Knochen pulverisieren und mir der Gesang ordentlich den Marsch bläst :). Eher wird mein Grinsen dabei noch breiter, denn dieser kraftvolle, erdige, brutale und natürliche Klang ist wahrlich eine Wonne :). Verantwortlich dafür sind der Gitarrist Oliver Grbavac und Marcus Magge Maggesson von Revel In Flesh, die die Scheibe im Catacombs Of Flesh Recordings und dem Vault M. Studios aufnahmen, und Jonny Pettersson (u.a. Wombbath, Heads For The Dead oder Gods Forsaken), der den Mix und das Mastern in Bristol im Studio Unbound übernahm. Bei der Zusammenstellung an Death Metal-Freaks wundert es mich natürlich nicht, dass so ein geiler Old School-Sound, der frisch und unverstaubt wirkt, dabei entstand :). Gekonnt ist halt gekonnt :).

Gekonnt ist auch das grandiose Artwork von Roberto Toderico, der mal wieder ganze Arbeit geleistet und "Into The Catacombs Of Flesh" optisch bestens veredelt hat :). Ich bin von diesem morbiden Artwork, das den Albumtitel perfekt einfängt, und dem early 90er-Charme, das es verbreitet, total angetan :). Herrlich :). Ohne auf irgendein Gesplatter zurückgreifen zu müssen, hat Roberto ein beeindruckendes und herrlich düsteres Death Metal-Cover erschaffen, bei dem du alleine beim Anblick schon weißt, dass dich geiler Old School Death Metal erwartet – und natürlich wirst du nicht enttäuscht. Ein absoluter Volltreffer also :)! Das ist Todesbleikunst, die sicherlich nicht nur meine Augen und mein Herz erfreut :). Witzigerweise erinnert mich das Cover etwas an das vom Merciless-Zweitwerk "The Treasures Within", auch wenn die Farbgebung eine andere ist und die Motive sich nicht wirklich ähneln. Liegt wohl an der Art, wie ein felsiges Tal als Umrahmung genutzt wird. Aber wieder zurück zu Fleshcrawl. Roberto hat auch gleich mal das Bandlogo sehr cool modifiziert, das in Blutrot perfekt zum Cover passt, und ist auch für das gesamte Layout verantwortlich, das so richtig schön herrlich düster ausgefallen ist und perfekt zur MuSICK passt :). Blättert mal das Booklet durch und ihr wisst, was ich meine :). Killer! Dazu gibt es dann auch noch sehr stimmige Bandphotos von Lena Durner, die alles top abrunden. Da kann echt niemand meckern :). Neben der CD gibt/gab es übrigens noch diesen rottigen Klumpen als schwarzes (300 Stück) und als rotes Vinyl (200 Stück). Bei dem coolen Artwork auf alle Fälle eine Überlegung wert. Zusätzlich wird das Sammlerherz noch mit einer limitierten Holzbox inklusive Poster, Autogrammkarte, Patch und einem rot-schwarz marmorierten Rundling mehr als beglückt :).
Auch hier also alles erstklassig :).

Wie zu erwarten haben mich Fleshcrawl mal wieder nicht enttäuscht und ballern mit "Into The Catacombs Of Flesh" allerbesten Premium Svenska Dödsmetall um unsere Ohren, der auch mit leicht modifiziertem Songwriting jederzeit absolut überzeugt, und uns Old Skull-Sickos vor Freude in den Wahnsinn treiben wird, da die neuen Songs einfach nur hammergeil sind :)! Eure verkommenen Seelen dürsten nach Songs der alten Schule, die schnörkellos auf den Punkt gebracht und voller Feuer und Herzblut sind und euch sofort in ihren Bann ziehen und mitreißen? Dann ist die aktuelle Fleshcrawl wahrlich eine Scheibe, um die ihr nicht herumkommen werdet und wollt :). Death Metal von Fans für Fans :)!

Hellcome back... und lasst uns das nächste Mal nicht so lange warten ;-)!


Death Metal-Fantime... Freudestrahlen... 10 Punkte :)!


Songs:

1. Into The Catacombs Of Flesh 05:22
2. Mass Obliteration 03:34
3. Ossuary Rituals 02:45
4. Funeral Storm 02:36
5. Grave Monger 03:18
6. Chained Impalement 02:59
7. Law Of Retaliation 03:14
8. Obliterarion Bizarre 01:49
9. Red Streams Of Sorrow 03:10
10. Of Frozen Bloody Grounds 02:57
11. Suffer The Dead 02:59
12. Among Death And Desolation 04:30

Spielzeit: 39:13

// Rudi

 ec

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