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Review zu Invictus - The Catacombs Of Fear - 289 Hits
disc Band: Invictus
Album: The Catacombs Of Fear
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 24.01.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 31:18
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Heute geht es um die noch recht junge Gruppe namens Invictus aus Japan, gegründet 2015, die just nach zwei Singles und einer Split (alles über Obiteration Records) ihren ersten Longplayer namens "The Catacombs Of Fear" über F.D.A. Records aus dem Reich der Toten auf uns Lebende losgelassen haben. Bei japanischen Bands denke ich sogleich an z.B. Coffins, Anatomia, Transgressor, Necrophile, S.O.B., Sabbat oder die famosen Intestine Baalism. Ich war also gespannt, was mich da so erwarten würde :). Artwork und Logo versprechen mir auf alle Fälle schon mal Death Metal :).

Nach einem kurze Intro legen Toshihiro Seki (Bass/Gesang), Takehito Seki (Gitarre/Gesang) und Haruki Tokutake (Drums) auch schon ordentlich los, als gelte es einen Onryō durch die Heftigkeit ihrer Musik zu verschrecken! Das ist jetzt zwar nicht der Death Metal, den ich erwartet habe, aber das, was mir hier mit vehementer Brutalität und feuriger Intensität entgegenzimmert, ist auch sehr geil und zündet gleich akkurat in meinen Ohren, auf dass mein Gehirn nach mehr verlangt :). Musikalisch würde ich die Truppe in den Bereich des US-amerikanischen Todesbleis mit technischer Note und davon beeinflussten Bands einordnen, sprich z.B. Cannibal Corpse, Deicide, Suffocation oder Immolation und Deranged, Sinister oder deren Landsleute Defiled. Ein heftiger Cocktail also, der aber noch durch Thrash Metal und Old School Death Metal im Sinne der älteren Morbid Angel und Death erweitert wurde. Coole Sache :). Da das Trio es auch technisch entsprechend drauf hat, geht das Ganze auch nicht nach hinten los, sondern ergibt echt geile und mitreißende Songs mit fetter Sprengkraft, deren Druck euch gegen die Wand drücken wird :). Für meinen Geschmack ist es zum Glück auch nicht zu technisch, da bei zu viel Gefrickel oft das Gefühl auf der Strecke bleibt. Bei Invictus ist das zum Glück nicht der Fall, und durch die Einflüsse des Thrashs und älteren Todesbleis schallt mir sehr cooler Metal voller Leben, Spielfreude und Energie entgegen, der mich dann natürlich auch nicht kalt lässt. Es macht echt Bock, sich von der Freude der Band, die sie beim Spielen ihrer Musik hat, anstecken und "The Catacombs Of Fear" das Gehör mit voller Wucht bearbeiten zu lassen :).

Den Gesang teilen sich Toshihiro und Takehito untereinander auf und ich muss sagen, dass sie nicht nur an ihren Saiteninstrumenten Vollgas geben :). Der Brutalitätsfaktor ist hier nämlich auch schön hoch und so grunzen, kotzen, keifen und schreien sich die beiden Herren mit Wonne durch die Songs, dass es ein echter Genuss ist. Von der Machart und der Intensität her erinnert es mich etwas an Glen Benton, Kam Lee oder den Eternal Solstice-Sänger, der ja auch Einflüsse beider soeben genannter Herren verarbeitet, nur derber. Auf alle Fälle ist der hasserfüllte Gesang des Duos echt sehr geil und fügt sich nahtlos in die Kraft und Aggressivität der Songs ein :). Top :)!

Ich bin ja vom Sound recht angetan, da dieser, meiner Meinung nach, nicht so überproduziert und steril aus den Boxen ballert wie es bei moderneren technischen Death Metal-Bands so manches Mal vorkommt. "The Catacombs Of Fear" klingt schön natürlich und lebendig, wodurch auch ein gewisses Live-Feeling aufkommt, das mir doch sehr gut mundet :). Das Ganze hat auf alle Fälle ordentlich Power und Feuer inne und wird, auch durch den differenzierten Sound, der Dynamik, Komplexität und technischen Raffinesse der Songs mehr als gerecht :). Eine echt coole Produktion, deren Energie euch schnell in Erregung versetzen wird, während der kratzige Grundsound eure Haut gekonnt bis auf die Knochen abschmirgelt :).

Als Augenschmaus gibt es dazu ein, mal wieder, erstklassiges Artwork von Juanjo Castellano Rosado :). Und was soll ich sagen? Das Bild ist natürlich mal wieder ein absoluter Genuss :). Die Katakomben der Angst sind in seiner Kunst wahrlich eine furchtbare Hölle, an der ich mich durch diesen herrlichen Detailreichtum, die geilen Farben, die beeindruckende Gestaltung und die herrlich morbide Ausstrahlung, wie es bei seinen Werken so ist, nicht satt sehen kann, und durch die sich mein Sehzentrum allerbestens bedient fühlt :). Ich finde, dass sich diese Dramatik und diese Bedrohung, die in dieser dem Tod preisenden Welt vorliegt, förmlich beim Anblick des Covers zu spüren ist. Einfach geil! Jener todesbleierne Augenschmaus setzt sich dann durch vergrößerte Bildausschnitte im Booklet, im Inlay und als CD-Aufdruck fort.

Die Japaner haben ein Debüt veröffentlicht, das echt aufhorchen lässt und Freund*innen des technischeren Death Metals, der aber auch den straighteren Old School-Flow miteinbezieht, sicherlich sehr gut munden sollte :). Invictus berserkern sich auf ihrem ersten Longplayer "The Catacombs Of Fear" voller Inbrunst, Genuss, Brutalität und einer beeindruckenden, technischen Versiertheit durch ihre Songs und entfachen dabei eine Energie, die eure Ohren heftig zum Glühen bringen wird.



8,5 Punkte


Songs:

1. At The Gates Of Crypts 00:37
2. Lord Of The Pit 03:54
3. Bizarre Dreams 02:50
4. Infernal Covenant 03:46
5. Diabolic Intent 03:17
6. Sinkhole Of Ghouls 03:07
7. Spawn The Cycle Of Putrefaction 02:53
8. Devouring Room 02:33
9. Necrocrypt 03:56
10. Netherworld 00:42
11. The Catacombs Of Fear 03:43

Spielzeit: 31:18

// Rudi

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