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Review zu Profanator - Fallen - 397 Hits
disc Band: Profanator
Album: Fallen
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: 24.01.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 49:22
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Heute bespreche ich mal einen Re-Release aus dem Jahre 2018. Es geht um das vierte Album namens "Fallen" einer mir bis dato unbekannten mexikanischen Band namens Profanator, welches bisher nur über zwei Labels aus ihrem Heimatland veröffentlicht wurde. Beim Anblick des Logos, des Artworks und des verantwortlichen Labels (F.D.A. Records) habe ich natürlich sofort auf Death Metal getippt, aber dieses Mal lag ich daneben, denn das 1999 gegründete Quintett spielt astreinen und unverfälschten Thrash Metal :).

Die Jungs fackeln auch nicht lange und geben mir sofort zu verstehen, dass Rico die richtige Entscheidung getroffen hat, diesen Knaller wiederzuveröffentlichen. Meine Güte, was für ein geiles Brett :). Profanator mögen ihren Thrash Metal roh und ungeschliffen, auf dass euch ordentlich eure Ohren zerfetzt werden :). Stellt euch einen Mix aus den Frühwerken von Dark Angel, Razor, Sacrifice (Can), Exodus, Slayer, Kreator, Artillery, Tankard, Destruction und geilen Bands wie Gammacide und Morbid Saint vor, und garniert das noch noch mit crustigen Einsprengseln. Als wäre das nicht genug, gibt es dazu noch einen fetten Cogumelo Records-Einschlag in ihrem Sound, also dieses typische räudige, saudreckige und bösartige Feeling, das z.B. die Brasilianer so gut drauf haben :). Ich nenne da mal Ratos de Porão, Korzus, Sarcófago (nach der "INRI"), Dorsal Atlântica, Expulser, Chakal, Vulcano oder Sepultura ("Schizophrenia"). Natürlich sind/waren nicht alle Bands bei diesem Label, aber als Synonym für diesen speziellen Sound wissen sicherlich viele gleich, was gemeint ist :). Profanator formen daraus saugeile Thrash-Bretter, die mit ihren Riffs ein wahres Inferno lostreten! Hier kann eigentlich keiner ruhig bleiben, denn dieses mitreißende und kraftvolle Songwriting hat nur ein Ziel, nämlich eure Halswirbel zum Glühen zu bringen, auf dass eure Kutten Feuer fangen und eure Patronengürtel in die Luft fliegen :)! Währenddessen schraubt ihr euch ein schön kühles Bier rein, denn saumäßig Abthrashen macht natürlich auch ordentlich Durst :). Die Jungs habe echt eine Menge Wut im Bauch und was gibt es besseres als diese, um eine fette Portion angepissten Thrash Metals zu kreieren :)? Sehr geil :). Es ist der Scheibe auch total anzuhören, was für einen Bock die Jungs haben, euch heftigst mit ihren Songs einzuheizen :).

Genauso angepisst wie die Mucke ist natürlich auch der Sänger :). So richtig geiles, Aggro-Thrash-Gekeife :). Jetzt nicht die Machart mit einer höheren Stimme, was auch Killer ist, sondern eher schön erdig, wuchtig und kratzig mit einem leichten HC-Flair. Herrlich :). Der Mann hat echt eine Mordswut im Leib und bellt und kläfft wie ein bissiger Hund in der Gegend herum. Genau der richtige Stil für den Sound, den Profanator fahren. Hass pur... so muss das sein :). In Kombination mit der Musik ergibt das dann eine fest geballte Faust, die eure Magengegend erbarmungslos bearbeitet, aber genau das wollt ihr ja :). Für Thrasher*innen sollte "Fallen" also ein gefundenes Fressen sein, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet :).

Wer bei der Produktion jetzt Hochglanz erwartet, darf sich mal schleunigst in die Ecke zum Schämen verpissen! Das geht ja mal gar nicht :). Hier passt eindeutig nur ein richtig geiler, kratziger, ungeschminkter, roher Sound, der eure Fressen ordentlich poliert und die ungestüme Wut und Energie der Songs zu 100% einfängt. Und genau das bekommt ihr auf "Fallen" auch geboten :). Was für ein geiler und ungestümer Sound! Da bin ich schon gleich vom ersten Ton an Feuer und Flamme und spüre wie mein Körper und mein Geist von der Energie mitgerissen werden und ich einfach nur dazu abgehen möchte :). Der Sound erinnert mich etwas an eine Mischung aus "Darkness Descends", "Eternal Devastation" und diesem typischen, brasilianischen Gitarrensound, bei dem ich immer an Bands von Cogumelo Records denken muss. Das Ganze klingt aber nicht säuselig, sondern hat ordentlich Power und eine Menge Wut im Bauch :).

Wie bereits zu Beginn erwähnt, hatte ich beim Anblick des Logos und des Artworks etwas Anderes erwartet, was aber nicht bedeutet, dass es nicht cool aussieht. Ganz im Gegenteil. Ich hatte auch erst vermutet, dass es sich um einen Holzstichdruck aus der Renaissance oder dem Barock handelt, aber weit gefehlt! Bei dem religiösen Motiv und der Art der Zeichnung auch nicht abwegig, wie ich finde, aber es handelt sich dann doch um ein aktuelles Bild des Künstlers Alí Dhaka, der sicherlich seine Inspiration für sein Motiv aus diesen Epochen gezogen hat. Mir gefällt ja diese Art von Bildkunst wirklich sehr gut und so ist auch bei diesem Artwork :). Eine tolle Arbeit, die sich in Fragmenten auch auf der CD und in dem Booklet wiederfindet :). Da hat die Musik auf alle Fälle eine geile visuelle Präsentation bekommen.

Für die Old School Thrash-Lunatics unter euch sollte diese Scheibe ein echtes Leckerli der rohen Gewalt sein, bei dem ihr bedenkenlos zugreifen könnt, um beim Abspielen der Scheibe ordentlich eure Bude zu zerlegen :).

Die Mexikaner präsentieren uns auf ihrem vierten Longplayer "Fallen" rohen, derben und ungestümen Thrash Metal, der seine Energie aus den alten Cogumelo Records-Scheiben und den ungehobelten Frühwerken europäischer und nordamerikanischer Bands bezieht und rücksichtslos eure Visage bearbeiten wird. Swing of the axe!


9 Punkte!

Songs:

Hatred 03:04
Corpse Harvest 05:28
Solución Final 02:56
Voice Of Disorder 04:12
Filth 02:30
Night Fever 06:23
Pest 02:22
Kalendisept 07:31
Back To The Womb 04:20
Fallen 10:36

Spielzeit: 49:22

// Rudi

 ec

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