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Review zu Graveyard Ghoul - Dissolution Of Flesh - 241 Hits
disc Band: Graveyard Ghoul
Album: Dissolution Of Flesh
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 21.11.2019
Label: Lycanthropic Chants
Laufzeit: 19:36
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Heute gibt es mal eine Besprechung für eine piekfeine Kassette :). Sie kam zwar schon im November heraus, ist aber einfach zu gut, um nicht besprochen zu werden :). Um an diesen verwesten, verteufelten und gotteslästerlichen Spuk zu kommen, musste Steffen Brandes zu unheiliger Zeit unter einem blutroten Mond tief in ungeweihter Erde graben, um uns dieses Artefakt aus der Welt der Toten, Geister und Dämonen über sein geiles Label Lycanthropic Chants präsentieren zu können! Mit dieser Tat begab er sich zwar in Lebensgefahr, denn der Tod lauerte dort nicht nur unter Erde, aber es hat sich wahrlich gelohnt, denn diese neue Nekromantie der Oldenburger Kadaverjunkies Graveyard Ghoul wird den Leichenschleim in euch Old School-Sickos zum Kochen bringen :).

"Dissolution Of Flesh" schimpft sich dieser morbide Alptraum, ist eine EP und das erste Lebenszeichen mit dem neuen Gitarristen Persecutor, nachdem Disgracer die Band verlassen hat. Ich weiß nicht, inwieweit dieser Herr schon am Songwriting beteiligt war, aber auf alle Fälle haben Tom Horrified (Drums/Gesang) und Tombcrusher zusammen mit Persecutor ein richtig geiles, intensives und herrlich morbides Stück Todesblei gegossen! Ihr bestes bisher, wie ich finde :) Ein Release, vor dem jeder lebensbejahende Christ schnell Reißaus nimmt, und das Untote und Old Skull-Freaks wie die Schmeißfliegen zum verwesenden Fleisch lockt :). Im Groben hat sich an ihrer muSICKalischen Marschroute nicht viel geändert. Sie suhlen sich noch immer voller Wonne im alten und räudigen Death Metal und teils Grind der späten 80er und frühen 90er, sprich early Death und Necrophagia, Nihilist, Repulsion, Deathstrike/Master, Impetigo, Pungent Stench oder auch Stoff wie Dr. Shrinker und Exmortis und natürlich die absoluten Götter Autopsy! Also alles herrlich ranziger Stoff, zu dem meine Darmbakterien gerne den Todestango tanzen :). Die Zutaten für diesen Leichenschmaus haben von dieser Band vereinnahmte Ghouls auch schon vorher vernommen, nur ist dieses Mal alles noch etwas schleimiger, morbider, düsterer, bedrückender, mitreißender und ausgefeilter, abwechslungsreicher und mehr auf den Punkt gebracht im Songwriting :). Diese famosen Friedhofsgärtner haben sich wirklich alle Mühe gegeben, erstklassigen und vor Energie und Hingabe nur so strotzenden Death Metal zu erschaffen, mit dem sie mühelos die Erde ihres Arbeitsplatzes zum Bersten bringen und die Leichenteile, Maden, Würmer, Käfer und Sargsplitter nur so durch die Gegend wirbeln, während sie mit tiefer, innerer Zufriedenheit dabei zuschauen und sich genüsslich eine Kippe anzünden :). Ich bin wirklich arg begeistert von diesem affengeilen Totentanz, reihe mich in diesen voller Freude ein und erhebe meinen bis zum Rand mit Kotze gefüllten Becher, um dem Trio Respekt zu zollen, den sie für "Dissolution Of Flesh" absolut verdient haben :). Das Ganze wird aber nicht stumpf dahingeschreddert, sondern technisch versiert und präzise von allen drei Mitgliedern eingezimmert und ergibt mit dem Herzblut der Musiker einen arg berauschenden Cocktail des Todes, den ihr voller Gier in euren Schlund ballern werdet :).

Nach Disgracers Ausscheiden obliegt der Gesang nun allein dem Drummer Tom. Dadurch angespornt hat er noch zusätzlich ein paar mehr rostige Nägel und Säure in das Fass mit der eingemachten Leiche gekippt, um beim Spülen seiner Stimmbänder mit dieser leckeren Melange die Effektivität seiner Stimme noch mehr zu erhöhen. Das hat sich gelohnt, denn er grunzt, kotzt, schreit, knurrt, keift und beschwört sich durch die Songs, dass es eine wahre Freude ist :). Beim Öffnen seines Mundes ergießt sich massenhaft Eiter und geronnenes Blut durch die Madentürme, die mal seine Zähne waren, in die Gegend und auf sein Schlagzeug, während sein Gedärm, welches ein Eigenleben führt, gierig nach euch greifend aus ihm herausschießt, um euch in seinen Leib hinabzuzerren und euch dort genüsslich zu verdauen :). Der Horror, der seinen mumifizierten Lippen entspringt, ist wirklich herrlich intensiv, mitreißend und beseelt vom Geist, dem alten Todesblei voller Inbrunst Tribut zu sollen :). Das ist ihm auch gelungen, denn ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich beim Hören versuche, derbe mitzugrunzen, da seine Vokillz so mitreißend und antörnend sind :). Maybe some people fuck dead bodies. I make love to them...

Absolut gewonnen hat wahrlich der Sound, erschaffen von Alex Pojda im Holodeckstudio (Oldenburg). Nicht dass die bisherigen Produktion schlecht waren, ich fand sie immer geil und sehr passend, aber der Sound auf "Dissolution Of Flesh" ist meiner Meinung bisher der passendste :). Es erwartet euch eine sehr natürliche, druckvolle, lebendige, erdige und dynamische Produktion, die sich bedrohlich aus euren Boxen presst und euch, ganz der Musick entsprechend, die Luft zum Atmen nimmt, indem sie wie ein giftiger, dicker Nebel in eure Lungen quillt und euch qualvoll den Weg zum Acheron hinab bereitet :). Sehr geil :). Dieser rotzige, rohe, düstere und teilweise schon fast punkige Grundsound steht der Band wirklich sehr gut zu Gesicht und setzt ihren Old Skull Death Metal wahrlich prächtig in Szene :). Es ist zu erwähnen, dass es sich hier nicht um einen undifferenziert klingenden Soundbrei handelt, sondern um eine wirklich gelungene Produktion, die alle drei Instrumente und den Gesang gleichwertig behandelt und allen genug Klangraum zur Verfügung stellt, so dass sich das sehr geile Songwriting und die dazugehörige Horroratmosphäre wunderbar entfalten können :). Dreht also die Lautstärke ordentlich auf und genießt es, wie euch diese von Dämonen beseelten Schallwellen das Fleisch von euren Knochen reißen werden! Top :).

Garniert wird das Ganze durch ein kultiges Ultrasiffcover von Grumorgraphics. Die Dame scheint echt ein gutes Händchen für rottige Kadaverszenerien zu haben, wie ihr auf ihrer Seite sehen könnt (https://www.instagram.com/grumorgraphics/). Passend zum Titel und der rohen Musick wird uns hier ein herrlicher Verwesungsspaß präsentiert, der die Stimmung, die die Songs in mir verursachen, wirklich sehr gut rüberbringt. There is only just decay... dead as fuck!!! Dieses jämmerliche Überbleibsel, welches mal ein Mensch war, macht sich wirklich gut in diesem düsteren Kerker, dessen grünlich-gammelige Farbtöne mir ungefähr vermitteln können, was für ein ekelhafter Gestank in diesem Raum vorherrschen muss :). Dazu das rottige Bandlogo... sehr geil! Geil ist auch das Booklet, denn nach dessen Aufklappen lässt sich das Cover auch noch mal genauer begutachten :). Arg ansprechend ist auch das coole Bandphoto von Mór Ríoghain, das mich durch seine Atmosphäre, die Unschärfe und das Friedhofsambiente total an ein Anfang 90er-Death Metal-Bandphoto erinnert :)! Das ansprechende Layout stammt abermals von FinaDesigns, die sich für die limitierte Version (44 Stück) etwas sehr Cooles hat einfallen lassen :). Anstatt einer Plastikhülle bettet sich das weiße Tape inklusive Sticker und Booklet nämlich im wahrsten Sinne des Worts in einen ausfaltbaren Karton in Sargoptik :). Kult :)! Sieht nicht nur saugeil aus, sondern passt perfekt zu Graveyard Ghoul :). Die normale Version (111 Stück) wartet zwar nicht mit Sarg und Sticker auf, aber dafür ist das Tape pink. Macht auch echt was her. Beiden Versionen liegt natürlich auch ein Downloadcode bei.

Zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen, dass diese knapp 20 Minuten wahrlich pure nekrophile Lust sind, weshalb es für Liebhaber*innen der alten, urwüchsigen, rottigen Schule des Todes ein Muss sein sollte, sich "Dissolution Of Flesh" zu besorgen :). Wer von euch kein Tapedeck besitzt, hat aber immer noch die Möglichkeit, diesen herrlich abgehangenen und stinkenden Schinken auch digital auf der Bandcamp-Seite zu ergattern :). Ausreden bezüglich des Nichtbesitzens dieses Knallers fallen also weg! Wer aber auf geilen Stoff voller Zerfall, Horror und Hingabe steht, sabbert sich eh gerade schon beim Drücken der Shoppingtaste voll :). Schlagt also sofort zu, lasst euch in todesbleierne Ekstase versetzen und unterstützt den Underground :).



Dead ... stiff and cold... 9,5 Punkte!


Songs:

1. Stack At Graves 02:56
2. Dissolution Of Flesh 03:54
3. Fill The Emptiness With Dead Ones 05:14
4. The Incantation Of The Dead Ancients 04:34
5. Blennophobia 02:58

Spielzeit: 19:36


https://lycanthropic.de/shop


https://graveyardghoul.bandcamp.com/releases

// Rudi

 ec

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