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Review zu Revel in Flesh - The Hour Of The Avenger - 387 Hits
disc Band: Revel in Flesh
Album: The Hour Of The Avenger
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 06.12.2019
Label: War Anthem Records
Laufzeit: 44:58
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Da haben der rottige Sickolaus und sein siffiger Kumpan, der Krampus, ja 2019 in verfluchtestem und modrigstem Friedhofboden gegraben, um uns dieses absolut grandiose Meisterwerk todesbleierner Tonkunst in unsere stinkigen Sargträgerstiefel stecken zu können :). Ihr wundert euch, dass ich schon gleich zu Beginn in höchsten Tönen spreche? Leute, es geht hier um die allmächtigen Revel In Flesh :)! Wie sollte ich denn da sonst sprechen?!? Genau! Anhänger*innen dieser Todesbleikillertruppe werden mir sofort zustimmen :). Nicht wenige, wie auch ich, dürften schon ganz vorfreudig dem neuen und mittlerweile fünften Longplayer entgegengefiebert haben, denn die musikalischen Appetizer waren ja schon mal sehr mächtig :). Nach drei Jahren, zwei Splits, einem Livealbum und einer 7"-CD-Compilation seit "Emissary Of All Plagues" war es dann endlich soweit, und wir konnten "The Hour Of The Avenger" durch unsere Anlagen ballern lassen :). Diese bedanken sich auch herzlichst dafür, dass diese granatenstarke Scheibe über sie laufen darf! Es scheint mir fast so, als hätte der Deal beim geilen Label War Anthem Records die Anführer der Death Kult Legions nochmal zusätzlich angespornt, denn "The Hour Of The Avenger" ist der absolute KILLER geworden :)!

Die Scheibe ist von der ersten bis zu letzten Sekunde megamäßig geil und ein absolut würdiger Nachfolger zum Vorgänger und toppt diesen gekonnt, was ja schon echt schwierig ist. Aber Revel In Flesh haben nochmal fett zugelegt und präsentieren sich stärker, gewaltiger, mächtiger und mitreißender als jemals zuvor! Saumäßig intensives, packendes und abwechslungsreiches Songwriting, mehr Melodien voll epischer und melancholischer Dramatik, aber gleichzeitig alles brutaler und noch mehr auf Angriff getrimmt. Düster, mitreißend, ekstatisch und voller Energie! Alles wirkt wie aus einem Guss, passt perfekt zusammen und ist jederzeit auf hohem Niveau. Es ist wirklich unfassbar, wie megageil das neue Album geworden ist :). Ich bin wirklich jedes Mal beim Hören total baff deswegen und gleichzeitig einfach nur super begeistert und zutiefst befriedigt, wenn die Death Kult-Symphonien mich in ihren Bann ziehen und ein Glücksfeuerwerk in meinem stinkigen, alten Bregen entfachen :)! Das ist Old School Death Metal to the bone voller Herzblut, Hingabe und Liebe zu diesem Sound :). Mir gefällt auch sehr, dass den Songs eindeutig anzuhören ist, dass sie ihre Inspiration aus dem Svenska Dödsmetall beziehen, aber absolut kein Standardsongwriting beinhalten, schön frisch und unverbraucht klingen und mördermäßig intensiv aus den Boxen ballern :). Klasse! Es gibt auch Momente, die ich so von den Jungs nicht erwartet hätte, wie "The Nihilistic Nothingess". Hat etwas von Edge Of Sanity und ihrem Klassiker "Purgatory Afterglow"! Es fällt auch auf, dass die Band vermehrt das Tempo aus ihren Songs genommen hat, diese dafür aber dadurch noch mehr erschlagenden Druck aufbauen können :). Natürlich gibt die Band auch immer noch gerne Gas, rödelt mit Wonne los und das auch absolut nicht zu wenig :). Es wird halt dieses Mal noch mehr Wert auf Abwechslung gelegt, ohne dabei auch nur ein Fünkchen an Brutalität zu verlieren :). Das Ergebnis ist eine Scheibe, die euch vom ersten Ton an in Gebetshaltung vor eurer Anlage versetzen wird, während euch dabei vor Freude Tränenströme über eure rottige Haut laufen :). Henriksson scheint der Band nicht nur spielerisch gut getan zu haben. Dieser Herr, ein wahres Tier an den Drums, hat sich nämlich auch gleich mit am Songwriting beteiligt. In Zusammenarbeit mit Maggesson (Gitarre), Herrmannsgard (Gitarre) und Haubersson (Vokiller) entstand "The Hour Of The Avenger" und was ich davon halte, dürftet ihr ja mittlerweile zu Genüge wissen :). Ein wahrer Old Skull-Rausch bei dem sich die Gitarren tief durch die unheilige Friedhofserde sägen, die Drums die umherfliegenden Knochen bersten lasten und von Götzberg und seinem wummernden Bass zu Staub pulverisiert werden! Unschlagbar :)!

Killer ist natürlich auch wieder der obligatorische Coversong geworden. Die auf den letzten beiden Longplayern eingeführte Tradition, klassischen Bands Tribut zu zollen, wird fortgeführt und zwar mit den mächtigen Motörhead! Mögen die Band, Würzel, Fast Eddie Clark, Philthy Animal und natürlich Lemmy, in Frieden ruhen. Interessanterweise hat sich die Band aber keinen alten Klassiker ausgesucht, sondern einen fast schon neueren Song und zwar "Rock Out" vom 2008er-Album "Motörizer". Mir gefällt das sehr gut, denn ist doch sehr angenehm, nicht immer die gleichen Songs vorgesetzt zu bekommen. Noch besser ist das Ergebnis, denn durch den HM2-Einschlag im Sound klingt der Song fast wie ein Crust-Song im Stile von z.B. Wolfbrigade. Extrem cool und mitreißend :). Sehr geil!

Haubersson kotzt dann dazu zur weiteren Veredelung das vergammelte Sahnehäubchen auf diesen so prachtvollen Kadaverhaufen! Da der Rest der Band ja schon mehr als ordentlich vorgelegt hat, lässt er sich natürlich nicht lumpen und hat extra noch mal eine "Blood, Pus and Gastric Juice"-Kur für sein Gesangsorgan eingelegt. Ich fand seinen Gesangsstil ja eh schon immer hammergeil und sehr mitreißend, aber auf "The Hour Of The Avenger" kommt dieser noch fetter rüber :). Sein bestialisches und saubrutales Gegrunze klingt auch nochmals etwas derber, ist dabei aber gleichzeitig sehr akzentuiert. Ralf muss echt aufpassen, dass seine Innereien, bei dem Druck den er mit seiner kraftvollen Stimme aufbaut, nicht bersten! Dazu dann immer wieder diese herrlich intensiven und dem Wahnsinn nahen Schreie, die langgezogen einem echt die Fußnägel hochklappen lassen vor Furcht, was da gerade wohl zur gnadenlosen Attacke startet :). Grandios :). Ghoul-powered screams from hell! Es ist echt ein Genuss, seiner Stimme zu lauschen, da ihm zu jeder Zeit anzuhören ist, wie wichtig ihm diese Musick ist und wie viel es ihm bedeutet, diesen Stil voller Hingabe zu spielen :)! Damit ist das Quintett nun komplett und serviert einen hochwertigen und mehr als betörenden Premium-Death Metal der alten Schule, wie er besser nicht sein kann :). Mir persönlich wird es da echt hart in meiner Hose, während mir vor lauter Svenska-Lust meine Sabber literweise aus meinem breit grinsenden Mund läuft :).

Bei der Produktion gab es übrigens dieses Mal eine Änderung. Nein, keine Bange, die Jungs fahren natürlich auch soundtechnisch weiterhin ihre Schiene :). Hatte Maggesson bisher immer alles in seinem Vault M. Studio aufgenommen, gab es für die neue Scheibe tatsächlich eine Arbeitsaufteilung. Maggesson selber war in seinem Studio für die Gitarren und den Bass zuständig. Macht ja, da er selber ja mitwirkender Gitarrist ist, auch Sinn, denn er weiß ganz genau wie die Saiten zu vibrieren haben :). Der Gesang wurde von Martin Schmidt in den Audiospezialist Studios und die Drums von Stefan Krämer im Soundlodge Recordings eingefangen. Zusammengeführt wurde dann alles, wie gehabt, von Mastermind Dan Swanö, der mit seinem Mix und dem Mastering alles veredelte :). Eigentlich heißt es ja, dass viele Köche den Brei verderben, aber dieses Sprichwort ist bei dieser Produktion mehr als fehlplatziert, denn diese ist umwerfend geil geworden :). Der Sound ist eine totale Wand und es ist zu keinem Moment zu hören, dass die Jungs in verschiedenen Studios separat dem Gehörnten arg eingeheizt haben :). Alles ist in einem Fluss und ergießt sich gnadenlos als ein Strom geschmolzenen Todesbleis über eure Leiber. Aber ihr rennt nicht vor Angst davon, sondern lasst dieses voller Freude und Jubel über euch wie ein Goldregen herabprasseln, da es so unfassbar geil klingt :)! Die Band hat sich also auch produktionstechnisch nochmals steigern können und präsentiert uns einen schwedischen Sound, der total heavy, drückend, fett und düster ist :). "The Hour Of The Avenger" klingt im Gegensatz zum Vorgänger noch voluminöser, berauschender und klanglich dichter, so dass eure Trommelfelle mit Wonne in Stücke zerlegt werden :). Ein total lebendiger Death Metal-Sound voller Seele und Brachialität, der allen Beteiligten genug Raum zur Entfaltung lässt, auf dass diese vereint und kraftvoll angreifen können! Diese Produktion lebt und atmet dieses herrliche fette und walzige Feeling alter Schwedenscheiben, klingt dabei aber weder altbacken noch verstaubt, sondern ist ein heftiges Höllenfeuer, an dem ich mich gerne verbrennen werde. Das ist wahrer und ehrlicher HM2-Sound, bei dem ich immer so steil gehe :). Unfassbar gut!

Da ich gerade bei unfassbar gut war, komme ich dann auch sofort zum Erscheinungsbild dieses Todesmonolithen :). Revel In Fleshs Leichenhaus- und Friedhofsmaler hat wieder zugeschlagen! „Geil, geiler, Juanjo Castellano“, sage ich da nur. Warum? Er hat es schon wieder geschafft, mich mit seiner Kunst total zu beeindrucken und sprachlos zurückzulassen. Meine Fresse, ist das Bild geil! In Zusammenarbeit mit Haubersson entstand hier ein phänomenal gutes Artwork, das euch die Stunde des Rächers in einer Art und Weise präsentiert, die euch Death Metal-Freaks vor Freude die Mundwinkel bis zum Anschlag nach oben ziehen wid :). Ich glaube, Juanjo hält den Teufel persönlich im Keller gefangen, um sein Blut abzuzapfen und es für seine Bilder zu nutzen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie er es tatsächlich jedes Mal schafft, so geniale Kunst zu erschaffen! Wahrlich ein Meister seines Fachs :). Dieser Bildaufbau, dieser Zeichenstil, diese Tiefe des Bildes, diese Farben, vor allem diese intensiven Rottöne, dieser immense Detailreichtum, der nie überladen wirkt, diese Motive, alles ist einfach ein herrlicher Rausch des Todes! Ein der Musick absolut würdiges Bild, an dem ich mich nicht satt sehen kann, während dazu die Scheibe rotiert... ein herrlicher Genuss :). Death Metal Art de luxe!

Dann komme ich mal zu den Tonträgerversionen :). Die CD gibt es als cooles und schön aufklappbares Digipack, das uns die Möglichkeit gibt, Covereinzelheiten etwas genauer zu bestaunen :). Das gleiche gilt auch für das zugehörige fette Booklet. Da macht das genaue Hingucken gleich noch mehr Freude. Für alle Layouts war übrigens CO73 (War Anthem Records) zuständig, und der Job ist echt gelungen, da Texte und Credits sich harmonisch mit den Artworkfragmenten präsentieren, ohne dass das Auge irritiert ist. Magnetbandjunkies werden mit einem schnieken auf 100 Stück limitierten, knallroten Tape beglückt :). Anbei ein auffaltbares Booklet, dem es optisch und inhaltlich an nichts mangelt, und ein Downloadcode :). Zum Schluss komme ich dann mal zum Königstonträgerformat für dieses göttliche Artwork. Das Vinyl präsentiert sich passenderweise als Gatefold und ist ein wahrer Traum. Klappt das Teil, nach dem Versinken im Cover, mal auf und ihr werdet staunen :). Nur geil! Dazu gibt es dann noch ein schickes Inlay. Der Rundling an sich hüpft in Schwarz (350 Stück) und in Orange (200 Stück) auf eure Plattenteller. Zum Release hat sich die Band dann noch was Besonderes einfallen lassen und nur über sich selbst eine blutrote Version mit allerlei coolen Gimmicks und einer Autogrammkarte am Start vertrieben! Wahlweise mit Artworkfahne (50 Stück) oder ohne (150 Stück) und ich muss sagen, dass meine Plattennadel sehr auf das rote Vinyl gewartet hat :). Band und Label haben sich wahrlich nicht lumpen lassen. Das in allen drei Formaten auftauchende coole Bandphoto ist übrigens von Eva Nagler. Checkt mal ihre Seiten https://www.eva-nagler-photography.com und https://www.facebook.com/evanaglerphotography. Die Frau macht echt tolle Bilder.

So, dann habe ich jetzt aber mal genug geschnattert. Ich konnte aber auch nicht anders, weil mich "The Hour Of The Avenger" wirklich in allen Belangen so sehr begeistert :). Dieses Album ist der absolute Oberkracher und Revel In Flesh stellen hiermit nicht nur abermals unter Beweis, dass sie im Old School Death Metal ganz vorne mitmischen, sondern locker in der Lage sind, sich immer wieder selbst zu übertreffen :). Das kann halt nur Freaks gelingen, die Death Metal leben und inhalieren und in deren Adern der Death Metal voller Inbrunst koch! Das Ergebnis ist ein Sound voller Herzblut, Hingabe und mitreißender Energie :). Für Freaks der alten Schule führt hier absolut kein Weg vorbei, aber ihr habt diesen Killer sicherlich eh schon am Start :). Für den Rest unter euch herrscht Kaufpflicht! Nichtbesitz dieser Scheibe bedeutet übrigens Tod durch Steinigung mittels "Boss HM-2 Heavy Metal"-Pedalen, hehehehe :)!!!! BUY OR DIIIIE!!!


HAIL THE DEATHKULT... 10 Punkte!!!


Songs:

1. The Hour Of The Avenger 03:27
2. My Trial 03:22
3. Blood Oath 05:00
4. The Nihilistic Nothingness 03:33
5. Sky Burial 05:33
6. Deathblow 03:35
7. Pervitin Speed Kill 03:47
8. The Wayfarer 04:42
9. Skull Sacrifice 03:52
10. The Nightbreed 06:01
11. Rock Out (Motörhead-Cover) 02:06

Spielzeit: 44:58

// Rudi

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