: Community

: Verein

: Action

: Schlachtbank

: Bandsuche

: Sonstiges

Review zu Grond / Graceless - Endless Spiral Of Terror - 869 Hits
disc Band: Grond / Graceless
Album: Endless Spiral Of Terror
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 30.10.2019
Label: Raw Skull Recordz
Laufzeit: 42:00
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Yeah, ein neuer Raw Skull Recordz-Release, da kommt doch bei mir gleich Freude auf :). Dieses Mal gibt es ein Split, mit der Rai eine Todesbleiachse von Holland nach Russland spannt, die es echt in sich hat! Dafür vor den Leichenkarren spannen ließen sich Graceless, die bereits mit ihrem geilen Debüt "Shadowlands" meine Ohren verwöhnten, und die mir bisher unbekannten Grond aus Moskau, die schon einige Releases vorlegen können. Ich war also doppelt gespannt. Einmal, ob Graceless wieder so feine Songs geschrieben haben, und dann natürlich, wie Grond denn nun so klingen mögen. Wer aber, wie auf dieser Split, Cianide covert, hat auf alle Fälle schon mal einen sehr guten Geschmack :). Dann mal ab dafür!

Grond machen den Anfang auf "Endless Spiral Of Terror" und lassen mich auch gleich aufhorchen, denn das was mir da entgegenschreddert, ist wirklich sehr geil und hat mich sofort in seinen Würgegriff genommen, den ich aber gerne zulasse und genieße :). Ich würde spontan sagen, dass die Band aus Zutaten wie Grave, Autopsy, Incantation, Bolt Thrower, Asphyx, Immolation, floridianischem Riffgebirgen und doomigem Death Metal in ihrer Gulaschkanone ein sehr heftiges und deftiges Süppchen zusammenkocht, das ordentlich reinpfeift und nach einem fetten Nachschlag verlangt :). Dieser düstere und beeindruckende Todesschmaus steckt voller brutaler und morbider Kraft, die ihre Intensität nur aus rottigem Herzblut von hingabevollen Old School-Freaks gewonnen haben kann :). Grond wechseln dabei gekonnt zwischen derber Raserei, walzendem Groove und sehr schwerer und bedrückender Langsamkeit :). Mir gefällt dieser intensive Cocktail echt gut und ich merke seine höllische Wirkung auch gleich in mir aufsteigen. Höhepunkt ist für mich eindeutig "Glacial Maelstrom". Der Song ist wie der Rest an sich schon cool, aber was dann in der letzten Minute abgeht, ist einfach unfassbar geil und lässt mich wahrlich mit weit offen stehendem Mund zurück! Gigantisch :).

Abgerundet wird dieser brachiale Ohrenschmaus durch das bereits zu Beginn erwähnte Cianide-Cover. Hierbei handelt es sich um "Darkness" vom Klassiker "A Descent Into Hell" und ich muss sagen, dass Grond daraus echt ein fettes Teil gemacht haben. Sie haben es jetzt nicht innovativ interpretiert, aber alleine durch den fetten Sound ist der Song schon ein Ungetüm. Ein saugeile Hommage an eine Band, die eigentlich viel bekannter sein sollte :).

Rottig ist auch der Gesang, der äußerst brutal und düster meine Trommelfelle bearbeitet :). Das ist so richtig schön derbes Gegurgel, das den Würmern in der Friedhofserde das Fürchten lehrt, was die verwesenden Kadaver umso mehr freut, denn so können sie sich länger mit Genuss Grond hingeben :). Ich glaube, der Sprechapparat des Sängers besteht nur aus kochendem Pech, rottigem Fleisch und in Säure gebadeter, siffiger Maden. Herrlich :).

Produktionstechnisch geht es auch ordentlich derbe ab, denn das Ergebnis nach der Aufnahme im Pentagram House Studio (Moskau) und dem Mastering in St. Petersburg (Hiboll Studio), klingt für meine Ohren wie eine Mischung aus schwedischer Frontalattacke und den aktuellen Incantation-Scheiben :). Also ein richtig fetter, aggressiver und mörderischer Sound, der die Dynamik und die brutale Power von Grond exquisit umsetzt und unsere todesbleiernen Lauscher mächtig durchpustet. Das Ganze klingt auch räumlich und natürlich, so dass sich die Wucht der Songs ordentlich entfalten kann. Da kommt doch Freude ov Death auf :).

Ich muss sagen, dass ich von Grond wirklich sehr positiv überrascht bin und ich mir mal älteres Material von denen anhören muss :). Das ist auch immer das geile an Splits: Es laufen einem dadurch immer mal noch nicht bekannte Bands über den Weg :).


Nachdem mir Grond schon so gut reingingen, war ich dann doch sehr auf Graceless gespannt, denn die Holländer haben mit "Shadowlands" 2017 ein echt cooles Debüt veröffentlicht, und ich werde auch mit den neuen, hier präsentierten Songs wahrlich nicht enttäuscht :). Es wird auch gleich von Anfang an bis zum Ende alles gegeben, und es erwartet euch sehr gelungener Death Metal der alten Schule, der wirklich eine Wucht ist. Ihre holländische Herkunft kann und und will die Band auch sicherlich nicht verbergen, denn es gibt wahrlich Schlechteres als Einflüsse von Asphyx, Delirium oder Sempiternal Deathreign herauszuhören :). Ihren Doom/Death-Einschlag beziehen sie aber nicht nur aus Holland, auch Bands wie Coffins, ganz alte Paradise Lost oder Autopsy scheinen ihnen sehr zu gefallen :). Gemixt wird dieser Brocken gerne mit Old School-Sickness aus Europa und den USA sowie Bolt Thrower-Epik und Straight Forward-Punk/Crust-Rhythmik :). Das Ergebnis ist echt ein Knaller. Es erwartet euch kräftiges, packendes, abwechslungsreiches und mitreißendes Songwriting, welches uns saugeile, brachiale, brutale und sehr düstere Old School Death Metal-Hymnen präsentiert, die euch so schnell nicht loslassen werden und euch ein breites Grinsen ins Gesicht zimmern :). Die Band hat auch richtig Bock, fetten Todesstoff der alten Schule zu rocken, und es ist den Songs anzuhören, dass Graceless beim Einspielen mindestens genauso viel Spaß dabei hatten wie wir es beim Anhören haben werden :). Hört euch nur mal "Revenge Us" an und ihr wisst, was ich meine :). Was für eine Wucht... herrlich :).

Eine Wucht ist auch der Sänger, denn jener grunzt und röhrt euch mächtig zusammen :). Der Mann hat so richtig Power in seiner Stimme und erhöht den Druck, den die Musik erschafft, nochmals um einiges. Total geil :). Sein Gesang ist schön brutal, düster, kratzig und kraftvoll, ähnlich wie Karl Willets zu "The IVth Crusade"- und "For Victory..."-Zeiten, also bester Frontalangriff, wie es beim Death Metal auch zu sein hat :). Es ihm auch förmlich anzuhören, dass er total Bock darauf hat :). Das heizt uns Zuhörer natürlich noch zusätzlich mit an :).

Aufgenommen wurde dieser tonnenschwere Monolith im Gitaarwerkplaats in Hulten, und Graceless haben dort wirklich einen sehr passenden Sound erhalten. Die Produktion hat echt ordentlich Power, zermalmt dich akkurat zu Brei, nur um dann eure Überreste gegen die Wand zu pressen und sie dort langsam abrutschen zu lassen :). Top :). Ein herrlich kraftvoller, kratziger, differenzierter, erdiger, lebendiger und natürlicher Sound, der das bedrohliche Old School-Feeling der Musik weder verstaubt noch zahnlos erscheinen lässt und echt Laune macht :).


Knaller ist übrigens das Artwork vom Grond-Bassisten persönlich, das mit seiner Cthulhu- und Kriegsthematik im Comicstil irgendwie total drüber ist und echt cool aussieht :). Es ist schon klasse, was alles auf diesem Bild zu entdecken ist, und da es nicht nur sehr geil gezeichnet ist, sondern auch die Farbauswahl echt ansprechend ist, macht das visuelle Stöbern über dieses apokalyptische Szenario doch gleich ordentlich Appetit auf den musikalischen Inhalt :). Auf der Bookletrückseite geht dieser famose Spaß dann sogar akkurat weiter. Top :). Im gleichen geilen und detailreichen Stil gibt es dann noch für die Inlayrückseite und das Booklet wirklich sehr ansprechende Zeichnungen, die die Texte, die Bandphotos und die Credits gekonnt in Szene setzen. Hier wurde sich echt Mühe gegeben, uns was Tolles für unsere Augen zu bieten, und das ist ausgezeichnet gelungen :). Neben der auf 300 Stück limitierten CD gibt es natürlich auch wieder limitiertes Vinyl - für das Cover, da Gatefold, natürlich perfekt :). Die LP gibt/gab es unter anderem in Schwarz, in durchsichtigem Meerblau und in sich verwischtem Meerblau mit Gold! Gerade die letzten beiden Varianten sehen unwahrscheinlich geil aus. Dann mal viel Spaß beim Suchen nach diesen Schätzen :). Rai hat wahrlich wieder ordentlich geklotzt, um unseren Sammelinstinkt bestens zu entfachen :).

Aber wie ihr ja schon lesen konntet, wurde sich hier nicht nur visuell mächtig ins Zeug gelegt, um den guten Ruf von Raw Skull Recordz für Premium Death Metal zu untermauern, denn Grond und Graceless ballern auf dieser Split aus allen Rohren und bringen diese und unsere Ohren mit ihren saustarken und mitreißenden und hoch explosiven Songs total zum Glühen :). Lang lebe die alte Schule!


9 Punkte!


Songs:

Grond:

1. Of Boreal Fire 04:47
2. ßetahemoth 04:39
3. Glacial Maelstrom 05:13
4. Darkness (Cianide-Cover) 07:42

Graceless:

5. Ruins Of Desolation 03:11
6. King Ov Pain 06:17
7. Revenge Us 04:48
8. In Thy Honour 05:53

Spielzeit: 42:00

// Rudi

 ec

: Rezeption Collapse

© hotel666 2006-2020 - All rights reserved
designed by EyeSeeRed.com
top