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Review zu Endseeker - The Harvest - 776 Hits
disc Band: Endseeker
Album: The Harvest
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 13.09.2019
Label: Metal Blade Records
Laufzeit: 38:22
Wertung: 10.0 / 10.0
 
So, jetzt habe ich endlich auch mal Zeit meine Sahnesoße für diesen fabulösen Heringshappen zuzubereiten, immerhin ist dieser Knaller ja auch schon seit September vom Friedhof "HM2 Deluxe" erfolgreich exhumiert wurden. Die Rede ist von den arg famosen und nicht zu Unrecht sehr beliebten Hamburger Labskausbuben von Endseeker, die mit "The Harvest" endlich neues Futter für unsere gierigen Mäuler am Start haben :). "Flesh Hammer Prophecy" ist seiner Zeit nicht umsonst wie eine Bombe eingeschlagen! Die Scheibe fetzt noch immer ordentlich, und nachdem sich die Truppe im ganzen Land ihre Finger blutig spielte, wurde das alles verdientermaßen noch mit einem Deal beim Kult-Metallabel Metal Blade garniert :). Absolut klasse! Ich habe mich auf alle Fälle tierisch für Endseeker gefreut, denn diese Death Metal-Recken haben es echt verdient. Meine Freude wurde dann natürlich noch größer, als ein neues Album angekündigt wurde, denn von geilem Svenska Dödsmetall kann ich ja nie genug bekommen :). Die sich zu stellende Frage war natürlich, ob sie den Vorgänger toppen können. Davon bin ich aber jederzeit ausgegangen, da mir mein Gefühl sagte, dass ich mir da absolut keine Sorgen machen brauche. Außerdem war die Vorab-7" "Spiritual Euphoria" ein äußerst bekömmlicher Aperitif des Todes :).

Wer von euch aber trotzdem immer noch voller Sorgen war, weiß dann aber bereits zu Beginn von "The Harvest" sofort Bescheid, dass jene absolut unberechtigt waren, denn Endseeker haben echt einen HM2-Klopper rausgehauen :)! Das Durchladen der Waffe zu Beginn des ersten Songs ist symptomatisch, denn von Anfang bis Ende ballern euch saugeile Songs wie ein Dauerfeuer aus einer mit HM2-Patronen voll beladenen Knarre entgegen und jedes Projektil knallt absolut präzise in eure Schädel rein! Aber diese Geschosse bringen euch nicht den sofortigen Tod, sondern ihre Mission hat nur ein Ziel, nämlich eure rottige Nervenzellenansammlung zu verzücken und das schaffen sie perfekt :). In meinem Hirn funkt und blitzt es auf alle Fälle wahrlich nur so vor Begeisterung, da die neuen Songs so umwerfend geworden sind :). Dass Endseeker wie auch wir alle auf die alten Truppen wie Entombed, Carnage, Dismember, Grave, Hypocrisy, Dissection, At The Gates und all die anderen Helden stehen, sollte ja kein Geheimnis sein. Wichtig ist was eine Band daraus macht und die Hamburger haben den Dreh dafür total raus, wie klassischer Svenska Dödsmetall zu klingen hat, ohne dabei altbacken oder verstaubt zu wirken :). Ich bin sehr begeistert und berauscht von den neuen Songs, die vor geilem, abwechslungsreichem, eigenständigem und sofort packendem Songwriting, Spielfreude und Liebe zum Death Metal nur so strotzen! Das Riffing von Ben und Jury ist wirklich berauschend, total präzise und auf den Punkt gebracht, genau wie der fette Bass von Eggert und das derb-drückende Drumming von Kummert :). Hier wurde mit flammenden Herzen für einen bestimmten Sound komponiert und das ist "The Harvest" jede Sekunde anzuhören :). Es ist einfach nur die pure Freude sich diese Scheibe durch die Gehörgänge zimmern zu lassen. Ich liebe echt diese Mischung aus der klassischen Straight forward-Schiene, den fetten Grooves im Stil von "Wolverine Blues", lockerem "Damn Deal Done"-Flair, "You´ll Never See...", "Soulless" oder "Casket Garden" und arschgeilen Melodien der Marke Desultory, At The Gates, hier vor allem "Slaughter Of The Soul", Necrophobic und Dismember :). Dazu gesellen sich für mein Gehör dann noch Einflüsse von Carcass und ihrem Klassiker "Heartwork". Zum Träumen :)! Hier vermischt sich der ganze geile Shit von früher, der mich schon damals zum Ausrasten brachte, und ihn mühelos und absolut überzeugend in die heutige Zeit transportiert :). Danke dafür Jungs :)!

Die Besitzer*innen der "Spiritual Euphoria"-7" und des limitierten Digipacks können sich dann noch über ein sehr geiles Megadeth-Cover freuen und zwar dem Dauerbrenner "Symphony Of Destruction" :). Ich finde diese Wahl wirklich sehr gelungen, denn der Song ist grandios und es tut auch mal gut wenn eine Death Metal-Band nicht zum tausendsten Mal einen Death Metal-Song covert. Außerdem ist das Ergebnis nicht nur klasse geworden, sondern hat meiner Meinung nach auch einen interessanten Effekt, denn mit HM2-Sound bekommt das Lied einen extrem coolen "Casket Garden"-Touch :). Sehr cremige Sache!

Lenny will sich dann im wahrsten Sinne natürlich auch noch zu Worte melden und Man E Faces, weiß genau was er zu tun hat, um diesen Brecher noch geiler zu machen. Der Mann quält seinen Rachen und seine Stimmbänder mit Wonne, damit die brutale Power und Energie der affengeilen Songs auch verbal das heiße Zünglein an der Zündschnur dieser fetten Bombe sind :). Furztrocken, knallhart, aggressiv, brutal, trotzdem verständlich, ähnlich wie Jörgen Sandström auf der "Soulless", wirkt sein Gesang wie ein Schlag gegen die Brust. Da bleibt uns doch gerne die Luft weg :). Wie an der Instrumentenfront ist auch ihm anzuhören, wie scharf er darauf war, den neuen Songs Leben einzuhauchen :). Ich mag seine Stimme eh gerne und die Kraft, die sie versprüht, lässt so manchen Gesang, der auf ultrabrutal getrimmt ist, alt aus sehen. Top :).

Vergoldet wird dieser Brocken von der grandiosen Produktion :). Verantwortlich dafür ist abermals Eike Freese (Aufnahme/Mix/Mastering), der mit der Unterstützung von Denny Meissner und Benjamin Mundliger in den Chameleon Recording Studios den totalen Dampfhammer erschaffen hat! Was für ein brachialer Brettersound :). Stellt euch vor wie der mächtige Bud Spencer, der liebe Gott hab ihn seelig, euch zuerst mit seinen flachen Pranken volle Möhre auf eure Ohren pfeffert und danach seine krawallige Faust mit aller Kraft oben auf eure Rübe ballert, um zu wissen was für eine geile Produktion euch erwartet :). Der Sound von "Flesh Hammer Prophecy" wurde echt locker getoppt. Alles ist jetzt noch viel fetter, erdiger und natürlicher. Ich bin total begeistert :). Die Kraft, die diesem Sound entspringt ist enorm und wuchtet euch gekonnt um. So muss das sein :). Die HM2-Kreissäge röhrt hier wahrlich auf Maximum, der Bass wummert heftig, das Schlagzeug knallt wie Sau, der Gesang mittendrin und alles ausgewogen abgemischt, so dass jedes Bandmitglied zu hören ist... was für ein Genuss :). Der Gesamtklang ist auch schön warm und räumlich, so dass ihr akkurat eingelullt werdet, während ihr eure Klamotten vom Leib reißt, da die produktionstechnische Umsetzung der Energie der Songs euch zum Glühen bringt :).

Nachdem wir schon akustisch auf das Allerfeinste verwöhnt wurden, wollen unsere Augen natürlich auch nicht hinten anstehen :). Für "The Harvest" konnte abermals Albert Ché gewonnen werden, aber ich musste ehrlich gesagt erst einmal gucken, wer dieses Mal für das Artwork zuständig war, da es sich total vom Vorgänger unterscheidet. Lautete bei "Flesh Hammer Prophecy" die Devise "Klotzen, nicht kleckern!", geht es dieses Mal viel dezenter, aber nicht weniger geil, zu. Ich finde es sogar viel besser, da es nicht im S/W-Old School-Strom mit schwimmt und trotzdem total Death Metal ist :). Das Covermotiv, die Zeichnung unterhalb der CD im Inneren, welche auch die Vorab-7" schmückte, und die Bilder im Booklet wirken eher wie anatomische Zeichnungen von Skeletten, die sich lustvoll den Untiefen des Todesbleis hingaben. Die Bilder wirken wirklich extrem düster und morbide und versprühen eine herrlich bedrückende und stilvolle Atmosphäre :). Absolut geil :)! Mir gefällt es auch sehr gut, wie mit dem einzigen Farbton (Bronze) in der visuellen Präsentation gespielt und akzentuiert wurde. Das sieht echt edel aus :). Für das Layout konnte Marc Niederhagemann von ArtWars-Mediadesign/Lifeless gewonnen werden, der das ganze Package gar fein abgerundet hat :). Dazu gibt es dann noch ein schönes S/W-Shanty-Chor-Bandphoto von Toni B. Gunner Photography im Hamburger Hafen. Die Scheibe gibt/gab es übrigens auch als LP, was bei dem Artwork doch sehr klasse ist. Sieht bestimmt mega aus :).

Mit "The Harvest" haben Endseeker wahrlich zum großen Rundumschlag ausgeholt und brettern mit ihrer Spielfreude und Liebe zum schwedischen Death Metal alles nieder! Diese mit Herzblut angetriebene HM2-Kreissäge kennt wahrlich keine Gnade und beweist, dass Metal Blade hier den richtigen Riecher hatten und eine Band unter Vertrag nahmen, die total heiß darauf ist, die Friedhöfe dieser Welt zu erobern :). Das ist dieser Scheibe auch anzuhören und ich denke, dass ihr Svenska-Freaks da draußen, diesen Knaller unbedingt haben müsst! Ach Quatsch was rede ich da, ihr werdet "The Harvest" sicherlich schon längst in euren Regalen stehen haben und das absolut zu Recht :)!


H(a)M2(burg) is the law... 10 Punkte!!!


Songs:

1. Parasite 02:46
2. Pulse 03:49
3. Cure 03:52
4. Spiritual Euphoria 04:22
5. Whores Of War 05:00
6. The Harvest 04:35
7. Epitome Of Decadence 04:27
8. Immortalized 04:26
9. Vicious Devourer 05:06
10. Symphony Of Destruction (Megadeth-Cover) (Digipack-Bonustrack) 04:01

Spielzeit: 38:22 / 42:24 (Digipack)

// Rudi

 ec

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