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Review zu Temple Of Void / Revel in Flesh - Delivering The Dead - 372 Hits
disc Band: Temple Of Void / Revel in Flesh
Album: Delivering The Dead
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 14.06.2019
Label: Unspeakable Axe Records
Laufzeit: 12:45
Wertung: 10.0 / 10.0
 
The casket rides again! Jawoll, die grandiosen Revel In Flesh sind wieder zurück und servieren uns mittels einer Split-7" den ersten neuen Song seit dem Release ihres letzten Knalleralbums "Emissary Of All Plagues" und ihre erste Veröffentlichung mit ihrem neuem Drummer Henriksson. Hierfür haben sich die Sargträger die mir bis dahin unbekannten Death/Doomer Temple Of Void aus Detroit mit in den Leichenzug geholt. Nachdem mich Ralfs Lobeshymnen bezüglich jener Kombo heiß gemacht hatten, musste ich natürlich gleich mal in die bisherigen beiden Longplayer reinhören :). Diese 7" ist übrigens auch der erste Release für Revel In Flesh direkt in den USA und zwar beim Label Unspeakable Axe Records.

Wenn euch Temple Of Void zuvor ebenfalls nicht geläufig waren, dann lasst euch gesagt sein, dass das Quintett gar herrlichen Death/Doom spielt :). Erwartet jetzt aber bitte keine verführerischen oder melancholischen Melodien dabei, denn das, was die Herren erschaffen, ist bitterböse, brutal und sehr düster. Für romantische Gefühle ist hier absolut kein Platz! Das werdet ihr während der knapp sechs Minuten von "Harvest Of Flesh" auch sofort erkennen. Nach einer kurzen Attacke zu Beginn wälzt sich dieser Brocken, nur kurz unterbrochen durch etwas schnelleres und saugeiles Riffing, zäh und mitreißend durch diese Welt und entwickelt dabei eine ungestüme und brachiale Kraft :). Die Stimmung, die dabei verbreitet wird, gleicht einer aussichtslosen Situation, die euer Ende bedeuten wird. Es gibt kein Entkommen und der Horror und die Kälte kriechen dabei wie eine giftige Schlange eure Körper hoch. Grandios :). Alex Awn und Don Durr hauen wirklich brutale, morbide und beklemmende Riffs und spooky Soli aus ihren Gitarren, während Brent Satterly (Bass) und Jason Pearce (Drums) mit ihren Instrumenten alles zuzementieren und euch nun wirklich jegliche Möglichkeit zur Flucht versperren :)!

Passend dazu keift, kotzt, grunzt und würgt sich der Sänger Mike Erdody das letzte Fünkchen Leben aus seinem siechenden Leib. Sein Inneres ist bereits zersetzt und ergießt sich als zäher, stinkiger und madendurchsetzter Schleim aus seinem Mund heraus! Oder ist es doch verfluchtes Ektoplasma, das seinen Körper verlassen will? Was es auch ist, das Ergebnis ist ein arg brutaler, sehr düsterer und die finsteren Mächte beschwörender Gesang, der euch das Blut in den Adern stocken lässt und somit perfekt zur Atmosphäre der Musick passt :): Grandios :).

Dieser Horror wurde dann auch von Clyde Wilson im Mount Doom Studio hervorragend in der Produktion eingefangen. Die Brutalität und morbide Stimmung des Songs quillt mittels eines herrlich natürlichen, kratzig-erdigen und pechschwarzen Sounds aus den Boxen, drückt euch an die Wand und nimmt euch die Luft zum Atmen. Sehr geile und absolut passende Arbeit wurde hier abgeliefert. Kein Plastikmist, sondern eine Produktion voller Kraft und Seele :).

Ein grandioser Friedhofssoundtrack, der euch begeistern wird :). Der Song hat bei mir etwas gebraucht, um zu wirken, aber dann knallte er umso mächtiger bei mir rein. Lasst euch also für diesen Killer ruhig Zeit. Ihr werdet es nicht bereuen :).

Dann mal schnell die 7" gedreht, denn dort warten bereits die mächtigen Revel In Flesh auf uns, und die Deathkult Legions gieren ja auch nach neuem, rottigem Fleisch! "The Sky Burial" heißt der neue ca. sechsminütige Song, behandelt textlich das tibetanische Himmelsbegräbnis, eine sehr interessante Bestattungsform, und ist der erste Song mit ihrem neuen Drummer Henriksson, der sich für dieses Stück auch gleich am Songwriting beteiligt hat. Ich war also gespannt :). Nach einem windigen und zum Text passenden Intro geht der Todesspaß auch gleich los :). Ihr erwartet geiles, erstklassiges Todesblei der alten Schule, so wie Revel In Flesh es seit jeher machen? Dann macht euch auf was gefasst, denn es wird viel geiler als das, denn sie haben eine echte Hymne geschrieben :)! Dass die Jungs auch eine Vorliebe für die britische Death/Doom-Szene der frühen 90er haben, sollte allen bekannt sein. Für diesen Song haben sie sich noch mehr von dieser geilen Musikrichtung inspirieren lassen und das Ganze in ihr grandioses HM2-Soundbett integriert. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach mächtig geworden, denn der Song ist einfach nur umwerfend :). Allein schon die Eröffnungsmelodie ist ein Grund, diese Split zu besitzen. Revel In Flesh sind ja Melodien nun wirklich nicht fremd, weshalb auch im Verlauf dieses Knallers der Paukenschlag vom Beginn im Song immer wieder variierend und genau passend eingesetzt wird, um die Musick noch geiler als sie so schon ist in Erscheinung treten zu lassen :). Nachdem mich die bereits erwähnte Eröffnungsmelodie einfach nur breit grinsen lässt, bleibt die fette Grinserei danach natürlicher Dauerzustand. Der epochale Anfang geht in eine fette und alles vernichtende Midtempo-Svenska Döds Metall-Walze über, die eure gammeligen Herzen sofort in Flammen versetzen wird :). Dazu immer wieder diese Melodie... traumhaft :). Die Ausstrahlung dieses Stückes ist wahrlich morbid und schön zugleich und lässt mich einfach nur in Superlativen sprechen! Ich bin wahrlich hin und weg :). Es ist aber auch kein Wunder, denn diese Jungs lassen all ihr Herzblut und ihre Passion in den Old School Death Metal fließen, da kann einfach nichts anderes herauskommen als völlig überzeugende Musick ov Death, welche von der ersten Sekunde an zündet und uns Lunatics einfach nicht mehr los lässt :). Maggesson und Herrmansgard werfen nur so mit Killerriffs um sich, während Gøtzhammer mit seinem fetten Bass voller Kraft gegen die Tür des Krematoriums pocht und Henriksson mit seinem Schlagzeug wuchtig und präzise die Deathkult Legions bei ihrem Marsch in die Hölle rhythmisch gekonnt unterstützt. Wenn dieser Song der spielerische und kompositorische Einstieg für Henriksson ist, dann können wir uns noch auf so einiges gefasst machen :).

Der gesangliche Wahnsinn hat einen Namen und er lautet Ralf Hauber alias Haubersson! Was er hier abliefert ist abermals einfach nur umwerfend :). Diese Brutalität und vor allem Intensität schafft wirklich nur jemand, der diesen Sound lebt und liebt. Total brutales, überzeugendes und gedärmezerquetschendes Gegrunze und dazu diese fiesen und markerschütternden Schreie, die jede Made in seinem Umfeld sofort platzen lässt... einfach nur hammergeil :). Ihr könnt die Dramatik und Brutalität dieser Art des körperlichen Zerfalls der im Text stattfindenden Himmelsbestattung quasi spüren und bemerkt, wie sich dabei der Schauder über euch legt. Hammer! Der Herr legt sich wirklich knietief in den Leichenschleim, um eine absolut mitreißende und ergreifende Performance zu liefern, die der Komposition und dem Text gerecht wird! Total Deathkult Passion :)!

Produziert und gemixt wurde das Ganze von Maggesson im VAULT M. Studios und im Unisound von Dan Swanö gemastert. Ihr könnt also ahnen, dass es soundtechnisch wieder erstklassig wird :). Nicht nur das, denn meiner Meinung nach konnte die "Emissary Of All Plagues"-Produktion sogar noch getoppt werden! Ihr glaubt mir nicht? Dann mal fix den Song anwerfen und eines besseren belehren lassen :). Hier lebt der HM2-Spirit und wird bei dem Produktionslevel auch noch lange nicht tot sein! Absolut umwerfend, ehrlich, natürlich und überzeugend knallt euch dieser Sound um eure Ohren, welche blutend nach mehr verlangen werden :). Die kompositorische Intensität und Atmosphäre wurde perfekt in den Klang übertragen :). Es ist echt einfach nur geil, diesem Sound zu lauschen :). Der Bass knarzt schön derbe, die Drums donnern wie Sau, die Gitarren kreissägen fett und gnadenlos durch eure Knochen und der Gesang fühlt sich in diesem ausgewogenen und herrlich räumlichen Umfeld auch sehr wohl :). Herzblut, Perfektion und Passion in der Musick und im Sound... so muss das sein :).

Gebettet wurde dieser Siebenzöller des Todes in ein affengeiles Cover von Badic Art, der ja nicht zum ersten Mal für die Todesschwaben sein stinkiges Blut auf seine Leinwand hat fließen lassen! Waren seine bisherigen Arbeiten - nicht nur für Revel In Flesh - geiler Stoff, ist es dieses Mal natürlich auch wieder so :). Das Motiv, welches meiner Meinung mit einem coolen Old School-Horrorfilm-Flair aufwartet, sieht echt klasse aus und bringt die morbide Friedhofsatmosphäre, die beiden Bands aus jeder Note ihrer Musick quillt, perfekt rüber :). Es bedarf hier auch keines Splattermotivs, um diese Stimmung zu verbreiten. Die Dame und der Tod persönlich schaffen das auch locker so und laden uns mit ihren Blicken und der Gestik verlockend ein, ihrer bestialischen und blutigen Todesorgie beizuwohnen. Dazu gesellen sich die beiden Knallerlogos der Bands und all das ist auf einem schemenhaft zu erkennenden Friedhof fixiert :). Echt top, genau wie die sehr coole Skulls'n'Bones-Backcoverillustration von Mike Erdody, welche die an sich schlicht gehaltene Rückseite schön einrahmt :). Dieser Spaß ist dann auch noch mal auf der jeweiligen Vinylseitenbeklebung zu sehen und macht sich hervorragend zum entsprechenden Logo. Dazu wird ein feines Einlegeblatt mit einem, wie bei der Hülle auch, Layout von Alex Awn serviert. Dort gibt es neben den Texten auch Bandphotos, die echt klasse aussehen. Verantwortlich für die gelungenen Pics sind Julian Grau (Revel In Flesh) und David Pearce (Temple Of Void). Falls ihr glaubt, dass es das schon war, kommen wir nun noch zum Vinyl direkt, denn dieses gibt es nicht nur in Schwarz, sondern auch noch in Blutrot, Goldgelb und in einem durchsichtigen Rauchton! Ich habe die goldgelbe Variante und sie sieht echt extrem klasse aus :). Auch hier regiert also die absolute Hingabe :).

Das ist echt mal wieder so ein grandioser Release voller Passion zum von uns allen geliebten Todesblei, bei dem alles stimmt und beide Bands 100% geben, um mit uns diesen Sound zu zelebrieren :). Falls ihr diesen Siebenzöller tatsächlich noch nicht besitzen solltet, ist hier aber eindeutig Pflichtkauf angesagt :). Fans beider Truppen werden ihn sicherlich schon besitzen und haben euch hoffentlich ein paar Exemplare übrig gelassen!

Der Rest unter euch ohne Plattenspieler sollte sich jenes Gerät mal fix zulegen, oder wollt ihr wieder warten bis Revel In Flesh irgendwann evtl. mal wieder ihre 7"-Songs als CD-Compilation veröffentlichen? Na also :).

HAIL THE DEATHKULT!!!

10 Punkte :)!

Songs:

Side A: Temple Of Void: Harvest Of Flesh 06:12

Side B: Revel In Flesh: The Sky Burial 06:23

Spielzeit: 12:45

// Rudi

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