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Review zu Aeon of Disease - Edge Of Purgatory - 227 Hits
disc Band: Aeon of Disease
Album: Edge Of Purgatory
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 24.05.2019
Label: Neckbreaker Records
Laufzeit: 27:34
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Vechta vor, noch ein Tor! Nein, ich meine nicht den SFN Vechta e.V., sondern die dort ansässigen Death Metaller von Aeon Of Disease, welche uns endlich mit neuem Stoff versorgen :). "Edge Of Purgatory" heißt das neue Lebenszeichen, welches abermals über das klasse, vom Maniac Martin Quast betriebene Undergroundlabel Neckbreaker Records veröffentlicht wird. Es sind zwar leider nur vier neue Songs, wenn diese aber das Niveau des Debüts haben, kann es nur geil werden :). Ein Leckerli gibt es auch noch, aber dazu später.

Also fix die Scheibe gestartet und mich dann mit einem Dauergrinsen an die Wand nageln lassen :). Ihr könnt es anhand des vorherigen Satzes schon ahnen, dass das neue Material wieder ein Knaller geworden ist :). Meine Güte, die Songs sind aber auch geil :). Es erwartet euch wieder erstklassiger, wuchtiger, melodischer und intensiver Old School Death Metal, bei dem jede einzelne Note mit Hingabe komponiert wurde. Das Ergebnis wird euch verzücken, eure rottigen Herzen voller Freude wild schlagen lassen und eure Nackenwirbel zum Glühen bringen! Die Jungs können mit ihren neuen Songs das Niveau von "Veil Of Oblivion" nicht nur locker halten, sondern sogar noch etwas anheben :). Die Intensität, Brutalität und atmosphärische Dichte von "Edge Of Purgatory" ist wirklich immens und lässt in mir den Wunsch aufkommen, dass es doch gleich mehr als nur vier neue Tracks hätten sein können :). Das Songwriting ist total auf den Punkt gebracht, griffig und echt mitreißend :). Hier nutzt sich so schnell nichts ab, was ihr auch feststellen werdet, da es euch nach den Songs überkommen wird, sie immer wieder hören zu wollen :). Nur geil! Aeon Of Disease schöpfen ihre immense Kraft und Wucht aus brachialen und groovigen Walzen im Midtempobereich, die sie auch mal durch herrliche Raserei auflockern. Der Groovehammer arbeitet wahrlich gnadenlos und es ist ein Genuss, jeden seiner Einschläge zu vernehmen :). Genuss pur sind auch die Melodien, die nicht nur eingestreutes Beiwerk, sondern ein fester Bestandteil im Songwriting sind. Das an sich ist ja schon mal famos, wird aber noch besser, denn Aeon Of Disease sind keine Freunde von fröhlicher Melodei, was auch gar nicht zum brutalen und düsteren Death Metal der Band passen würde :). Ihre Melodien sind finster, schwer, melancholisch und unterstützen den Songaufbau perfekt :). Da gerate ich doch gerne mal ins Schwärmen :). Am genialsten ist es, wie z.B. beim zweiten Song, wenn sich alles zu einem schweren und mitreißenden Sog aus Dunkelheit, Heavyness und Tristesse vereint und sich unsere Sinne raubend über uns ergießt. Gänsehaut pur! Es ist wirklich jammerschade, dass es nur vier neue Songs sind, denn ein Longplayer in dem Format wird unbeschreiblich geil werden :). Bis dahin gebe ich mich auf alle Fälle aber schon voller Wonne dieser EP hin :). Bester Old School Death Metal voller Emotionen.

Als Bonus servieren uns die Herren dann noch alle Songs ihrer Demo-CD von 2016. Eine wirklich coole Sache, die alle unter euch, welche den Release nicht besitzen, sicherlich arg erfreuen wird :). Diese Freude ist auch wirklich berechtigt, denn Aeon Of Disease zeigen bereits hier, dass sie schon ein Jahr nach ihrer Gründung absolut in der Lage waren, hammergeile MeloDeath-Songs zu schreiben, die den späteren Veröffentlichungen in nichts nachstehen und alle Qualitäten der Band aufzeigen. Sehr geil :).

So richtig ordentlich geht es auch wieder beim Gesang zu, denn Stefans Stimme ist echt mörderisch :). Meine Güte, was für ein derbes Gegrunze :). Seine Vokillz sind voller Power, Düsternis und Brutalität, sind dabei aber kein undefinierter Brei und machen meiner Meinung nach einem jungen Jörgen Sandström durchaus Konkurrenz :). Herrlich :). Genau wie die markerschütternden Schreie, in denen eine gewisse Melancholie und Verzweiflung mitschwingt und die wunderbar mit den Melodien harmonieren. Diese Kombination aus den beiden Gesangsstilen ist wirklich angenehm variabel und passt somit perfekt zum abwechslungsreichen Songmaterial. Es ist Stefan auch anzuhören, dass er sich mit Herzblut in die Friedhofserde kniet und gesanglich alles gibt, um die Lieder mit Leibeskräften zu unterstützen. So muss das sein :).

War ich beim Debüt vom Sound schon sehr angetan, bin ich dieses Mal noch mehr begeistert :). Die Jungs sind nämlich bei Jörg Uken eingekehrt. Genau... Soundlogde Studios :). Es erwartet euch also mal wieder eine grandiose Produktion, denn individueller und geiler Sound sind bei diesem Herrn garantiert. Der dortige Besuch hat der Scheibe wirklich gutgetan, denn Jörg Uken konnte den geilen Grundsound der Band weiter ausbauen und intensivieren, so dass euch eine fette Todesbleikeule erwartet :). Der erdige, rohe, natürliche, druckvolle und düstere Sound, den das Debüt bereits ausmachte, wurde dank Jörgs ostfriesischer Zauberhände nochmals intensiviert und ist wahrlich ein Genuss :). Die Wucht, welche in den Kompositionen steckt, wurde ausgezeichnet in den Klang übertragen, wodurch eine gnadenlose Walze aus euren Boxen herauspreschen kann :). Die Produktion ist intensiv, voller Leben und Seele und wird euer Gehör wahrlich berauschen :).
Das Demo wurde coolerweise dann auch noch mal von Jörg Uken remastered :). An sich hatte es ja schon eine gute Produktion, wirkt aber nun um einiges fetter und kraftvoller, wodurch die tollen Songs sich noch besser entfalten können. Ein wirklich gelungener Bonus, der durch den aufgepeppten Sound auch für Besitzer*innen des Demos sehr interessant sein dürfte.

Covertechnisch gibt es dieses Mal ein astreines Old Skull-Artwork von Hand Rot Art. Ich finde das Bild ja hammergeil! So richtig schöner düsterer und morbider Stoff voller Horror, Tod und Verzweiflung :). Diese dynamische Gestaltung der klagenden und gequälten Toten und diese sich wie gierige Krallen in den kalten und abweisenden Himmel streckenden Felsen... Hammer :). Hier herrschen nur Zerfall und Leid. Die Gestaltung in diesen kalten Farben tut ihr Übriges und mittendrin ein blutroter Strom, der durch seine farbliche Intensität fast schon wie ein Lichtblick wirkt. Wenn das die Grenze zum Fegefeuer ist, möchte ich dort wahrlich nicht mein Nachleben verbringen müssen. Klasse :). Das ist es aber noch nicht gewesen, denn für die CD und das Hülleninlay gibt es noch ein zusätzliches Motiv, welches nicht weniger morbid ist, führt es uns doch zur Quelle des Blutstroms und der Weg dorthin ist der blanke Horror :). Ist dieses Bild hier auch in den Farben des Artworks gehalten, hat es als beiliegender Sticker zum Blutstrom passende Farbtöne erhalten und wirkt dadurch wie ein Gegenstück zum Cover, das natürlich auch als Sticker mitgeliefert wird. Tolle Sache :). Eine wirkliche gelungene Präsentation für diesen geilen Release :).
Das Layout hat übrigens Rai von mighty Raw Skull Recordz übernommen und wer seine Arbeit kennt, weiß, dass dieser keine halben Sachen macht :). Es erwartet euch also ein feines Booklet, welches auch sehr geile Bandphotos von Steffen Kohls, der übrigens auch für das Bandlogo verantwortlich ist, beinhaltet. Halbe Sachen gibt es bei Martin natürlich auch nicht, denn es gibt natürlich wieder limitierte Shirts zum Release, die echt cool aussehen. Ihr habt die Qual der Wahl zwischen einem Shirt oder Longsleeve mit dem Cover oder extrem geilen, roten Shirts mit dem CD-Aufdruck :). Yeah! Der Herr weiß, was Todesbleiherzen zum Klopfen bringt :).

Wir haben es hier wahrlich mit einem hammergeilen Release auf allen Ebenen zu tun, der allen Liebhaber*innen der alten Schule des Todesbleis, die Brutalität, gefühlvolle Melodien und tolles Songwriting vereint, immens zusagen sollte :). Kauft euch also "Edge Of Purgatory", lasst euch von den Songs betören und unterstützt eine geniale Band, die den Death Metal-Underground noch ordentlich aufwirbeln wird!

Eigentlich wollte ich mir die volle Punktzahl für den zweiten Longplayer aufheben und hier 9,5 Punkte verteilen, da es "nur" vier neue Songs sind. Da diese aber so hammergeil sind, die Jungs noch ihr geiles Demo als Bonus mitgeben und die Aufmachung sehr cool ist, gibt es für "Edge Of Purgatory" die volle Ladung :)!

10 Punkte :)

Songs:

CHAPTER I ("Edge Of Purgatory")

1. Edge Of Purgatory 03:07
2. Artifacts 04:06
3. Ominous Signs 04:01
4. A New Age Of Terror 03:12

CHAPTER II ("Demo 2016")

5. Global Suicide 02:42
6. Fathomless Instincts 03:31
7. Schizophrenia 03:31
8. Iron Domination 03:24

Spielzeit: 27:34

// Rudi

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