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Review zu Obscure Infinity - Into The Vortex Of Obscurity - 321 Hits
disc Band: Obscure Infinity
Album: Into The Vortex Of Obscurity
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 22.03.2019
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 40:45
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Hurra! Nachdem uns die grandiosen Obscure Infinity neulich schon mit ihrer Compilation heiß gemacht haben, ballern sie uns nun endlich ihren vierten Longplayer namens "Into The Vortex Of Obscurity" um unsere rottigen Ohren :). Ich war als Fan dieser Band natürlich sehr gespannt auf ihr neues Machwerk, denn ihr bisheriges Schaffen war ja immer erstklassig :). Ähnlich Großartiges erhoffte ich nun natürlich auch wieder und wurde in meinen Erwartungen sogar noch übertroffen! Obscure Infinity haben hier wahrlich ein mörderisch flammendes Inferno entfacht, für dessen Feuer der Deibel den Brennstoff höchstpersönlich erschaffen hat :).

Obscure Infinity legen auch gleich ohne Rücksicht auf Verluste los und ziehen dies auch bis zum Ende gnadenlos durch. Nur unterbrochen durch ein paar herrlich atmosphärische Intermezzi prasselt das Höllenfeuer ununterbrochen auf euch nieder :). Diese Dichte an hammergeilen Riffs und mitreißenden Rhythmen ist unwahrscheinlich betörend und umgarnt mein stinkiges Gehirn jedes Mal aufs Neue :). Es ist wirklich unfassbar geil, was hier aus den Boxen zimmert. In meinem Hirn sprühen die Funken und mein todesbleiernes Herz schlägt wie verrückt vor Freude, weil jeder einzelne Song ein wahres Geschenk voller Herzblut und Hingabe an den Death Metal ist! Die Jungs leben, lieben und verehren dieses Sound und das ist ihren Kompositionen jederzeit anzuhören :). Ich bin beim Anhören von "Into The Vortex Of Obscurity" einfach nur entzückt und absolut begeistert. Das Songwriting ist wirklich perfekt, sitzt immer punktgenau und wird euch sofort in seinen Bann des Todes ziehen :). Ihr Trademark, nämlich sehr abwechslungsreiche Songs zu schreiben, haben sie noch weiter ausgelotet, ohne dabei den Faden zu verlieren oder sich von der Ursprünglichkeit des Death Metals zu entfernen. Genial! Ihre Mischung aus den alten klassischen Lehren des europäischen und US-amerikanischen Death Metals, skandinavischem Black Metal, düsteren und hinreißenden Melodien der Marke Unanimated, 80er-Teutonen-Thrash im Sinne von "Expurse Of Sodomy", "Persecution Mania" oder alten Kreator und klassischem Heavy Metal raubt mir echt die Sinne und bringt mein Blut zum Kochen. Die Jungs spielen sich in einen rituellen Rausch, aus dem es kein Entkommen gibt, aber dem auch kein Old School-Freak entfliehen will, weil er so genial ist. Sascha und Stefan müssen bei ihren heißen Riffs echt aufpassen, dass ihre Gitarrensaiten nicht anfangen zu schmelzen! Vor allem letzterer ist ein Kandidat dafür, wenn er seine Soli spielt. Wir haben es hier nämlich nicht nur mit billigem Sologedudel zu tun, sondern mit schon klassisch zu bezeichnenden Metalsoli die einfach nur der Wahnsinn sind :). Voller Gefühl, Hingabe und Virtuosität spielt Stefan hier Soli de luxe, so dass der Hörerschaft der Mund offen stehen bleibt. Ein wahrer Genuss, welcher den an sich schon geilen Songs die Krone aufsetzt :). Dazu gibt es einen herrlich hämmernden Bass, welcher auch von Stefan eingespielt wurde. Die Bass-Position wurde mittlerweile übrigens von Søren von den genialen Wound übernommen. Da lässt sich Drummer Kalle natürlich auch nicht lumpen und zaubert aus seinem Kit enorm wuchtige, präzise und jederzeit passende Rhythmen hervor und unterstützt den Rest nach Leibeskräften. Das Gesamtergebnis ist dann ein Album der Oberliga, von dem ihr nicht mehr so schnell loskommen werdet und wollt. Death Metal passion to the bone!

Gesanglich platzt uns ein von Faulgasen und Maden überdehnter Kadaver entgegen, dessen Inhalt wir dankend entgegennehmen :). Warum? Jules' Gesang war bisher schon immer umwerfend, aber hier sagen mir meine Ohren, dass er auf dieser Scheibe noch ein paar Extraschaufeln voller bluttriefender und gottverfluchter Friedhofserde auf seine von Dämonen besessenen Stimmbänder geschüttet hat und mit Säure nachspülte :). Sein Gegrunze ist wirklich derbe, aber auch gleichzeitig schön akzentuiert und macht Jörgen Sandström, Ross Dolan oder Marc Grewe echt Konkurrenz :). Das Ganze ist wahnsinnig intensiv und wird durch die blasphemischen Schreie und das markerschütternde Keifen der Marke Bay Cortez so düster, dass sich im Himmel die Sonne verdunkelt. Grandios :). Ihr könnt förmlich sehen, wie sein Herzblut während seiner stimmlichen Zeremonie vor Hingabe zu kochen anfängt :). Ein wahrer Maniac, der auch nicht vor klarem Gesang zurückschreckt!

Ein ganz großer Applaus geht meinerseits mal wieder an Jörg Uken und seine Soundlodge Studios, in die Obscure Infinty abermals einkehrten. Ich habe Jörgs Arbeiten schon sehr oft gelobt, da er es immer wieder schafft, den Bands einen individuellen und passenden Sound zu verschaffen. Dieses Mal aber hat er sich aber meiner Meinung nach selbst übertroffen, denn der Sound von "Into The Vortex Of Obscurity" ist echt megamäßig geil :). Die Produktion klingt wunderbar lebendig, natürlich, kraftvoll und mitreißend, so dass die Energie der Songs gleich nochmal vervielfacht wird :). Bester Old School Death Metal-Sound, der in keinem Moment altbacken klingt, mit einem gewissen saugeilen "Seven Churches"-/"Transcend The Rubicon"-Flair und schön wuchtig und differenziert aus den Boxen ballert :)! Gerade letzteres ist echt geil, da es die musikalischen Fähigkeiten aller Beteiligten bestens zur Geltung bringt. Der Sound wird eure Ohren zum Brennen bringen. Ich glaube, der Band konnte nichts Besseres passieren, denn diese Produktion passt perfekt zu Obscure Infinity.

Perfekt ist auch das, was meine Augen erblicken :). Juanjo Castellanos bisherige Werke waren ja immer Knaller, aber mit diesem doppelseitigem Cover hat er sich wahrlich ein kleines Denkmal gesetzt :). Was für ein hammergeiles Bild aber auch! :). Der Vortex der Obskurität gipfelt also nicht nur musikalisch in einem Meisterwerk :). Was anderes hat dieser Killerrelease aber auch nicht verdient. Dieses apokalyptische Szenario ist wahrlich beeindruckend. Ich will jetzt nicht zu sehr auf Einzelheiten eingehen, denn davon gibt es einige, aber die Farbwahl, der dynamische Bildaufbau und der Inhalt des Bildes an sich erschaffen ein herrliches kosmisches Chaos, dem sich niemand entziehen möchte. Vielmehr werdet ihr euch in dieses epische Gemälde fallen lassen und der dem Ende der Welt entgegen fiebernden Sekte anschließen, während die Wucht, Energie und Dynamik dieser Scheibe den Vortex ins Unermessliche anwachsen lässt :). Dazu gibt es natürlich auch wieder das grandiose Old School-Logo, welches dieses gewaltige Artwork famos abrundet :). Als Kontrast zum bombastischen Artwork ist das Innenleben des Booklets auf das Nötigste reduziert, wirkt aber durch die bronzene Schrift auf schwarzem Hintergrund trotzdem edel. Feine Sache :). Dazu gibt es zwei geile Bandphotos von Tobias Fein, und gerade das im herbstlichen Waldambiente aufgenommene Bild ist echt super geworden und verbreitet eine stimmige Atmosphäre.
Den ganzen Spaß gibt es neben der normalen CD dann auch noch als edles Digipack und Vinyl. Gerade letzteres ist bei dem Artwork natürlich perfekt. Aber es ist Eile geboten, da das Digipack und die LP-Version limitiert sind.

Diese Scheibe ist wirklich in allen Belangen absolut gelungen und stellt meiner Meinung nach einen Pflichtkauf für alle Old School Death Metal-Freaks unter euch dar :). Ihr werdet es nicht bereuen :). Was für eine fantastische Scheibe, mit der die Herren die Messlatte schon zu Beginn des Jahres nicht nur sehr hoch legen, sondern auch auf internationaler Ebene ordentlich was mitzureden haben werden :).

Mit "Into The Vortex Of Obscurity" werden sich Obscure Infinity betörend, kraftvoll, düster, brutal, virtuos, voller Hingabe und mitreißender Dramatik in die Herzen der Old School Death Metal-Liebhaber und -Liebhaberinnen spielen, denn auf diesem Album gibt es Todesstahl in Premiumqualität!

10 Punkte!!!

Songs:

1. Embrace Obscurity 03:43
2. A Cosmic Disgrace 05:21
3. Grotesque Face 04:53
4. Invoke Deliverance 04:28
5. Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II) 08:14
6. Void Of The Soul 03:58
7. Withering Starseed Under The Cosmic Vault 01:06
8. Swallowed By Time And Darkness 09:02

Spielzeit: 40:45

// Rudi

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