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Review zu Master - Vindictive Miscreant - 204 Hits
disc Band: Master
Album: Vindictive Miscreant
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 28.11.2018
Label: Transcending Obscurity Records
Laufzeit: 44:26
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Master is back! Nach einem Wechsel zum coolen Undergroundlabel Transcending Obscurity Records lassen Mastermind Paul Speckmann und seine Mitstreiter Zdenek Pradlovský (Drums) und
Alex Nejezchleba (Gitarre) das 14. und mittlerweile achte gemeinsame Master-Studioalbum namens "Vindictive Miscreant" auf die ihnen zu Recht hörige Death Metal-Brut los :). Wo sich bei manchen Bands gerne mal über die Jahre bei gleich bleibender Besetzung ein Mangel an Feuer, Biss und Kreativität einstellt, ist das bei diesem Trio zum Glück absolut nicht der Fall :). Wir scheinen es hier tatsächlich mit einem Dreamteam zu tun zu haben. Anders lässt sich nicht erklären, dass auch "Vindictive Miscreant" wieder eine absolut famose Scheibe geworden ist :).

Natürlich wurde an der bisherigen Master-Rezeptur zum Glück nichts geändert, und wie ihr eben schon beim Lesen mitbekommen habt, ist wieder geiler Stoff dabei herausgekommen :). Ich finde es jedes Mal aufs Neue beeindruckend, wie es machbar ist, in einem engen musikalischen Rahmen, den die Band ja unbestritten hat, immer wieder frisch wirkendes und packendes Material zu veröffentlichen :).

Das Trio fackelt auch nicht lange, tritt gleich in bester Manier Arsch und ist sich auch bis zum letzten Ton nicht zu schade, weiter zu treten, bis wir nicht mehr sitzen können. Der Trupp ist wütend und das ist den Songs auch wirklich anzuhören. Mir ist das absolut recht, denn das gibt den geilen Straight Forward-Attacken noch einen zusätzlichen Kick, so dass ihr von den Songs und ihrer Energie förmlich mitgerissen werdet und euch das dringende Bedürfnis zu bangen überkommen wird :). Einfach nur geil! Natürlich gibt es auch wieder dieses coole punkige Flair in den Songs und vor allem den für mich so geilen Thrash-Einschlag, der mich immer wieder an straighte Sodom in den 80ern erinnert, als Blackfire die Axt für diese Band schwang. Ohne großen Firlefanz entfachen die auf ein gewisses Minimum reduzierten Songs sofort ihre Magie und ziehen uns in ihren Bann :). Was anderes erwarten und wollen wir von Master auch nicht, oder? Genau... und deshalb wird euch auch "Vindictive Miscreant" wieder arg erfreuen :). Gründe gibt es dafür auf dieser Scheibe genug :). Also, wie nicht anders zu erwarten, schreddert uns wieder bester Old School Death Metal voller Herzblut und Überzeugung entgegen, der völlig auf jeden Trend pfeift und dadurch eine herrliche Fuck you-Atmosphäre versprüht :).

Dazu gibt es dann wieder Pauls unverkennbaren Gesang, der das räudige Element der Musik perfekt auf die stimmliche Ebene überträgt. Sein manchmal schon an brutales Punkgekotze erinnerndes Death Metal-Gebell schafft es auch so, ohne in tiefste Grunzregionen zu wandern, derbe, heftig und aggressiv zu klingen. Vor allem klingt es authentisch und ungekünstelt und das gefällt mir dabei besonders gut. So könnt ihr schön genießen, wie er, einem angriffslustigen Straßenköter gleich, seine kritischen Texte in die Welt bellt und grunzt :).

Produktionstechnisch geht es auch so richtig schön bodenständig und erdig zur Sache, soll heißen, dass uns ein wirklich geiler, fetter, rauer und natürlicher Livesound geboten wird, der ohne Firlefanz absolut zu überzeugen weiß :). Die Instrumente haben einen tollen, furztrockenen Sound, röhren ordentlich durch die Boxen und sind untereinander und mit dem Gesang genau richtig ausbalanciert, so dass der Sound schön räumlich klingt :). Neben der deathmetallischen Wucht schwingt auch noch ein punkiges und thrashiges Flair mit, was den Songs ausgesprochen gut zu Gesicht steht. Mich spricht das sehr an, da der Klang etwas an die Harris Johns-Produktionen aus den 80ern erinnert :). Aufgenommen wurde das Album von Paul Speckmann selber zusammen mit einem Pavel Dlavica, der auch für Mix und Mastering im Shaark Studio verantwortlich war. Das Ergebnis ist echt top :).

Garniert wird dieser räudige Bastard durch ein extrem cooles Artwork von Marc Cooper, welches herrlich old schoolig daher kommt und auch Anfang der 90er hätte erscheinen können :). Mir gefällt das Cover wirklich sehr gut. Vor allem der farbliche und zeichnerische Kontrast zwischen dem Himmel und der düsteren und infernalischen Landschaft, welcher sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Szenario wirkt durch den Blickwinkel und die Bewegungsmuster der Wolken sehr lebendig, dynamisch und erweckt in mir das Gefühl, als würde ich mit einem Flugzeug oder Hubschrauber direkt in die Situation hineinfliegen. Cool :). Den Release gibt es auch in verschiedenen Versionen, nämlich als schönes Digipack, farbiges Vinyl oder Tape. Alle drei Formate gibt es auch noch als fette Boxen, denen noch coole Gimmicks beiliegen :). Da hat sich das Label echt nicht lumpen lassen :).

Kunal hat sich mit seinem Label Transcending Obscurity Records wirklich einen fetten Fisch an Land gezogen. Nicht nur, weil es sich dabei um Master an sich handelt, sondern vor allem deshalb, weil das Trio abermals einen geilen Kracher der ganz alten Schule am Start hat, welcher eure Ohren zum Glühen bringen wird! Master sind echt nicht kleinzukriegen und das ist auch gut so, denn "Vindictive Miscreant" ist abermals der Beweis dafür, dass die Band immer noch hungrig ist :). Old Skull Lunatics sollten hier eindeutig zuschlagen :).


9 Punkte!


Songs:

1. Vindictive Miscreant 05:06
2. Actions Speak Louder Than Words 05:40
3. Replaced 04:35
4. The Inner Strength Of The Demon 06:13
5. The Book 06:19
6. Engulfed In Paranoia 06:31
7. The Impossible Of Dreams 05:49
8. Stand Up And Be Counted 04:13

Spielzeit: 44:26

// Rudi

 ec

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