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Review zu Erasement - Beyond Recovery - 144 Hits
disc Band: Erasement
Album: Beyond Recovery
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: 17.11.2018
Label: Eigenproduktion
Laufzeit: 36
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Ahhh, hier ist er also nun, der neue Release der aus Bad Lauterberg im Harz stammenden Thrasher Erasement... eine Band die mir bereits seit mehreren Jahren bekannt ist und deren Entwicklung ich über die Zeit mit Freuden mitverfolgen durfte. Auf Ihren Konzerten treten die vier Jungs ordentlich Arsch und legen dabei eine gehörige Spielfreude mit an den Tag, sämtliche bisherigen Releases haben daher selbstredend ihren Platz in meiner Musiksammlung gefunden. Die Truppe bietet exzellenten Old School Thrash Metal im Stil der glorreichen 80er Jahre, gepaart mit Einflüssen aus dem klassischen Heavy Metal: Etwas Metallica hier, ein bisschen Megadeth dort, eine Prise Priest dazu... Nun aber genug der einleitenden Worte, widmen wir uns lieber dem Album.

Moment mal... Album? Ursprünglich war doch von einer EP die Rede gewesen?! Eine kurze Recherche meinerseits ergab, dass sich die Band (ich spoiler schon mal ein wenig: ZUM GLÜCK!) doch noch entschlossen hat, das Projekt "Beyond Recovery" auf volle Länge zu erweitern. So kamen zu den ursprünglichen 5 Songs noch zwei ältere Perlen aus der Zeit kurz vor dem ersten Album "It Comes To Live" (welche eigentlich für einen Metal Sampler gedacht waren, der leider aber nie erschienen ist), ein Intro sowie eine völlig neue Nummer hinzu und voilà, fertig ist Longplayer Numero Zwo. Hier ist hervorzuheben, dass die Band sämtliches Schaffen in Eigenregie und ohne Labelunterstützung durchzieht, was ihnen aber eben auch solche Freiheiten bietet. Die Produktion ist zudem auf den Punkt - hier stimmt alles. Hut ab!

Nun aber zur Musik: Das Intro "Sick" beginnt ebenso wie eine Krankheit eher ruhig, subtil und düster, baut sich nach und nach auf bis es letztendlich vollends ausbricht und kreischend in den Titeltrack übergeht. Hier machen die vier Recken keine Gefangenen und legen erstmal ordentlich los, streuen immer wieder geniale Melodien und Leads hinzu. Das folgende "Presence Of Doom" bietet zunächst stampfende Midtempo Parts in bester Accept Manier, bevor mit "Extinction" mein persönliches Album Highlight und vielleicht Erasements bis dato bester Song überhaupt aus den Boxen schallt. Dieser stellt eindrucksvoll zur Schau, wie sehr die Band songwritingtechnisch gewachsen ist - toller Aufbau, brachiale Strophe, ein Refrain der im Ohr hängen bleibt und live sicherlich exzellent mitzugröhlen ist. Abgerundet wird dieses Highlight mit einem endgeilen Zwischenteil, in welchem eine perfekt geführte Solomelodie auf ein Double-Bass Blitzgewitter sondergleichen trifft, welches nahtlos in einen arsch-tighten Beat übergeht, der in Kombination mit der Gitarre jedes mal eine Gänsehaut bei mir hervorruft. BRAVO! Auch die folgenden Songs unterstreichen immer wieder, dass Erasement sich keineswegs hinter Genregrößen verstecken brauchen, egal ob alt oder neu. Das Material könnte auch gut und gerne vor 30 Jahren entstanden sein. Zombie-Serien- (bzw. eigentlich ja Zombie-Comic-) Freaks sollten sich unbedingt "Lucille" anhören, hier sollte bereits beim Namen klar sein was hier Thema ist ;-) . Abgerundet wird das ganze durch die zwei bereits erwähnten älteren Nummern Until You Die und D.V.P. (DESTRUCTION!!! VIOLENCE AND PAIN!!!). Vor allem letzteres ist nochmal ein absolutes Highlight mit hohem Ohrwurmcharakter. Die Tracks fügen sich klasse in das Gesamtwerk ein und daher war es definitiv die richtige Entscheidungen diese hinzuzunehmen und ein volles Album aus "Beyond Recovery" zu machen.

Gibt es also überhaupt nichts negatives zu berichten? Nun, so manch einer würde vermutlich die fehlende Innovation bemängeln, da die Band zwar wie beschrieben im Songwriting kontinuierlich zulegt, im Kern aber stiltechnisch eingleisig unterwegs ist. Dies ist aber eben auch so beabsichtigt - Erasement haben es nicht nötig ihren Stil zu finden, die Jungs wissen genau was sie wollen und ziehen dies knallhart seit Bandgründung durch - und werden dazu auch noch immer besser! Ich kann nur sagen: Bleibt so wie ihr seid, WEITER SO! Bis zum nächsten Gig!

Wertung: 8,5/10
Anspieltipps: Sick (Intro) + Beyond Recovery; Extinction; The Reapers Realm; D.V.P.

Tracklist:
1. Sick (Intro) (00:56)
2. Beyond Recovery (04:56)
3. Presence Of Doom (03:43)
4. Extinction (04:43)
5. Black Mass (04:20)
6. The Reapers Realm (03:15)
7. Lucille (04:08)
8. Until You Die (Remastered) (06:07)
9. D.V.P. (Remastered) (03:59)

Spielzeit: 36:09

// Grietsch

 ec

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