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Review zu Sentient Horror - The Crypts Below - 207 Hits
disc Band: Sentient Horror
Album: The Crypts Below
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 30.03.2018
Label: Testimony Records
Laufzeit: 20:46
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Ah, geile Sache... Sentient Horror, die US-HM2-Verehrer, sind zurück :). "The Crypts Below" nennt sich ihr neuester Streich und ich war nach ihrem coolen Debüt echt gespannt, was mich auf dieser Mini so erwarten wird. Es ist zu erwähnen, dass ich natürlich von einem geilen Svenska Dödsmetall-Brett ausging, aber dass es sooooo geil wird, hatte ich dann doch nicht gedacht. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sich Matt Moliti (Leadgitarre + Gesang) und John Lopez (Rhythmusgitarre) durch die Neuzugänge Tyler Butkovsky (Bass) und Evan Daniele (Drums) zusätzlich angespornt fühlten, geile Musick zu machen. Auf jeden Fall klingt alles viel frischer, intensiver, geiler und mit noch mehr Hingabe als auf "Ungodly Forms" und wer das Debüt kennt, weiß, dass diese Scheibe schon ein Kracher war. Allem Anschein nach hat sich jetzt hier das perfekte Team zusammen gefunden, welches sich gegenseitig zu Höchstleistungen antreibt. Das Herzblut rauscht in einem "Everflowing Stream" durch die Adern, spritzt voller Kraft aus ihnen heraus und ergießt sich auf ein Blatt, um feinste HM2-Noten zu erschaffen. Der pure Wahnsinn :)! Die Jungs spielen los, als gäbe es kein Morgen mehr, um zu beweisen, dass sie es ihren Vorbildern Nihilist/Entombed, Carnage/Dismember, Edge of Sanity, Nirvana 2002 oder Grave auf alle Fälle gleichtun können :). Die genannten Bands hätten sich meiner Meinung nach sicherlich warm anziehen müssen, wenn diese EP damals rausgekommen wäre. Die Songs sind wirklich eine Wucht, voller mitreißendem Enthusiasmus, Energie, grandioser Soli und geilen Rhythmen, so dass euch nichts Anderes als zu bangen übrig bleibt. Vom Songwriting her hat sich für mich als Laie eigentlich nichts geändert, aber die neuen Stücke wirken viel lebendiger, authentischer und überzeugender. Mir (und euch natürlich auch) soll es nur recht sein :). Hier wird der HM2-Wahnsinn gelebt und zelebriert, ohne ein billiges Plagiat zu sein! Geil :).
Am Petrov/Kärki/Sandström/Reifert-Mix hat sich gesanglich nichts geändert, aber auch hier ist das Ergebnis für mich intensiver als beim Debüt. Kraftvoller, voluminöser und brutaler schallt mir die Stimme entgegen. So richtig schönes Gegrunze also, das enorm aggressiv und düster in eure Ohren schmettern wird :). In Kombination mit der Musick ergibt sich ein ein heftiger Vorschlaghammer, der euch gnadenlos in den Boden rammen wird :). Wenn hier ein HM2-Freak nicht durchdreht, stimmt mit der Person etwas nicht... hahahaha :).
Die Produktion ist übrigens auch geiler geworden ;-). Für meine Ohren klingt der Gesamtsound nun etwas roher, kratziger und röhriger, was den Songs und vor allem ihrer grandiosen Dynamik absolut gut tut und den Wahnsinn, der in den Svenska Dödsmetall-Hymnen steckt, perfekt zur Geltung bringt. Auch wirkt alles nun noch vitaler, heavier und es drückt eine unfassbare Energie aus den Boxen, die vom Kreissägensound optimal genutzt wird, um euch in Stücke zu zerreißen :)! Gibt es was Geileres? Ich denke nicht :). Produziert hat, wie beim letzten Mal auch, Matt Moliti selbst und abgesehen von den Drums (Damian Herring/Subterranean Watchtower Studios, Virginia USA), bei den Gitarren, dem Bass und dem Gesang das Engineering selbst übernommen. Der Mix fand dann in den Subterranean Watchtower Studios durch Damien Herring statt, um abschließend von Dan Swanö gemastert zu werden. So richtig geändert hat sich also nichts, aber ihr werdet den Unterschied zu "Ungodly Forms" eindeutig vernehmen und begeistert sein :).
Als extra Sahnehäubchen servieren uns Sentient Horror übrigens zum Abschluss ihrer EP noch eine Edge Of Sanity-Coverversion und zwar "Darkday" vom "The Spectral Sorrows"-Meisterwerk :). Das ist ja an sich schon geil, da der Song echt ein Knaller ist. Sentient Horror haben dem Lied aber zu Beginn noch eine Melodie als Intro verpasst, die einfach nur umwerfend ist, absolut zum Song passt und so klingt, als wäre sie seit jeher Bestandteil des Originals. Hammer! Mir gefällt es auch, dass durch die Produktion die Melodien des Songs noch etwas mehr zur Geltung kommen als im Original :).
Juanjo Castellano, der künstlerische Tausendsassa des Todes, ist auch am Start und hat abermals Großes erschaffen :). Passend zu der HM2-Kraft, die Sentient Horror entfachen, entwarf er für "The Crypts Below" ein wuchtiges Artwork voll düsterer Atmosphäre. Wie ein Monument thront der sepulkrale Tempel der Verdammnis bedrohlich vor uns und öffnet mit Freude seine Tore in eine okkulte Welt, in die wir mit Wonne eintreten wollen, denn der verlockende Klang, der aus der Dunkelheit entgegen schallt, zwingt uns Death Metal-Freaks förmlich dazu. Der nicht zu opulente Detailreichtum, der Bildaufbau, die Farbwahl und das Motiv ergeben ein erstklassiges Old School-Todesbleimotiv, welches uns Goremets visuell bestens befriedigen dürfte :). Dazu gesellt sich das herrliche Logo der Band. Geil!
"The Crypts Below" ist echt ein absoluter HM2-Leckerbissen geworden, der die Jungs in Topform des Todes präsentiert und allen Svenska Döds Metall-Freaks beim Hören dieser EP den Sabber gallonenweise aus ihren rottigen Mäulern laufen lassen wird, da die Musick so obergeil ist :)! Wenn die Band auf ihrem nächsten Longplayer das Niveau von dieser Mini durchgehend halten kann, was sie meiner Meinung nach locker schaffen sollte, wird uns ein absolutes Ungeheuer erwarten... "The Crypts Below" ist der eindeutige Beweis dafür :).


9,5 Punkte!


Songs:

1. Enter Crypts Below 3:39
2. Bled Dry By The Night 3:47
3. Hatchet Crimes 3:32
4. Hell Marked 4:14
5. Darkday (Edge Of Sanity-Cover) 5:34

Spielzeit: 20:46

// Rudi

 ec

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