: Community

: Verein

: Action

: Schlachtbank

: Bandsuche

: Sonstiges

Review zu Requiem - Global Resistance Rising - 907 Hits
disc Band: Requiem
Album: Global Resistance Rising
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 23.03.2018
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 32:52
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Dieses Mal kommen wir zu einer Band, die mir mal nicht unbekannt ist, die ich aber jahrelang ignoriert habe. Es geht um die Schweizer Requiem. Diese Truppe habe ich 2006 mal auf dem Up From The Ground gesehen, wo sie mich nicht wirklich zu begeistern wusste. Ein kurz darauf erfolgter Tonträgertest schaffte es auch nicht so richtig. Nach dem ersten Song ihres mittlerweile sechsten Albums "Global Resistance Rising" muss ich mir aber in meinen Arsch beißen, dass ich Requiem jahrelang mit Missachtung strafte, denn diese Scheibe ist der absolute Hammer! Schande über mein Haupt und meine damals tauben Ohren! Ich saß beim ersten Hören der Scheibe echt baff vor meiner Anlage, da das Brett, welches mir entgegen zimmerte, so fetter und geiler Stoff ist :). Zum Glück wurde ich dank F.D.A.-Records dann doch mal eines Besseren belehrt :).
Ohne Kompromisse feuert die Band von der ersten bis zur letzten Sekunde ein Old School-Brett ab, bei dem euch Hören und Sehen vergehen wird und das euch mit einem derben Grinsen zurücklassen sollte :). Beeinflusst durch (meiner Meinung nach) US-Größen wie Morbid Angel, Deicide, Cannibal Corpse, Death (in allen ihren Phasen), Malevolent Creation, Suffocation, Vital Remains, aber auch Bands wie Terrorizer und Misery Index mit ihrem fiesen Death/Grind, kochen Requiem hier ein Süppchen, das es echt in sich hat. Kennt ihr eigentlich noch Hate Plow? Von der Brutalität her können Requiem diesen Herren nämlich locker das Wasser reichen :). Dazu gesellen sich geile Melodien, die auch aus Skandinavien sein könnten. Das sind doch mal sehr geile Zutaten, die dann auch noch bestens genutzt wurden. Die Band musste sicherlich wirklich aufpassen, dass ihnen der Kochtopf nicht um die Ohren fliegt, bei den Komponenten, die sie einander beimischten.
Das kann uns nur freuen, denn "Global Resistance Rising" ist wahrlich ein Monster voller Intensität und Ideenreichtum geworden. Requiem treten hier ein hammermäßiges Todesbleiinferno los, das mich sofort zu begeistern weiß. Hier regiert die schiere Brutalität gepaart mit technischem Anspruch. Grandios :).
Die Band spielt an ihren Instrumenten auf sehr hohem Niveau. Anders sind diese Songs auch nicht zu spielen - ihr Feuer würde sofort verpuffen. Phil Klauser (Gitarre), Matthias Schiemann (Gitarre), Ralf Winzer Garcia (Bass) und Reto Crola (Drums) spielen sich an ihren Instrumenten ihre Finger wund und geben alles für ihre Musik. Das brutale und mitreißende Ergebnis spricht für sich, sollte euch vom ersten Moment an in den Abgeh-Modus bringen und eure Körper in todesmetallische Ekstase versetzen :).
Gesanglich geht Michi Kuster mit seinen Bandmitgliedern konform und schleudert, den Instrumenten an Intensität gleich, seine wütenden Texte ohne Gnade in die Welt. Der Mann hat Power in seiner Stimme, röhrt, grunzt und schreit voller Inbrunst, ohne dabei in undefiniertem Brei zu versinken. Das Ganze klingt echt brutal und wirkt wie ein Fausthieb in euer Gesicht, der aufgrund der gelungen Produktion auch ordentlich einschlägt.
Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde mit dem mir unbekannten Christoph Brandes in den mir ebenfalls unbekannten Iguana Studios. Falls dieses Studio wirklich nicht so geläufig sein sollte, wird dem Herren nach Veröffentlichung dieser Scheibe bestimmt die Bude eingerannt werden, denn der Sound auf "Global Resistance Rising" ist wahrlich ein Feuerwerk auf internationalem Niveau. Der Grundsound ist zeitgemäß, aber zum Glück zu keinem Moment steriler Plastikmist, natürlich, saubrutal und ausgewogen, so dass alle Instrumente zu vernehmen sind :). Also perfekt für Requiems Songs, deren intensive Sprengkraft gekonnt in der Produktion aufgefangen, veredelt und zu einem gefährlichen Geschoss gegossen wurde.
Ihr seht, dass bei Requiem musikalisch nicht gekleckert, sondern geklotzt wird :).
Geklotzt wird auch beim Cover und zwar mit einem knallermäßigen Dan Seagrave-Artwork. Ich bin immer wieder fasziniert, wie er es schafft, permanent geile Kunst zu erschaffen, denn auch das Bild für "Global Resistance Rising" ist phänomenal :). Diese postapokalyptische Stadtsilhouette, die Zeuge des sich gerade erhebenden und sich zusammenrottenden Widerstandes ist, macht echt was her und sieht saugeil aus. Seagraves Zeichenstil ist mal wieder absolut umwerfend und er hat wie immer ein Händchen dafür, die passenden Farben für sein Werk auszusuchen. Das Ergebnis ist ein monumentaler visueller Leckerbissen, der nicht besser zum brachialen Wutbrocken, den Requiem hier veröffentlichen, passen könnte :). Grandios! Das Bandmitglied Phil Klauser und Marc von ArtWars-Mediadesign haben das Artwork dann auch für ein geiles Layout, das CD-Inlay und die CD nutzen können, so dass nicht nur der erste Blick auf das Artwork eine Freude für das Auge ist.
Wir haben es hier also auf allen Ebenen mit einem sehr hochwertigen Death Metal-Kracher zu tun, den ich jedem von euch ans Herz legen möchte, der auf herrliche Old School Brutalität mit Seele und Hirn abfährt und darauf steht, durch die Wucht der Songs permanent an die Wand gepresst zu werden :).


Mit der Präzision einer Spinne verweben Requiem auf "Global Resistance Rising" gekonnt brutalen US-Death Metal, technische Finesse, walzende Riffgebirge, fetten Groove und geile Melodien zu einem Netz, aus dem ihr nicht mehr entkommen könnt und wollt, wenn ihr einmal gefangen seid. Geile Scheibe!

9,5 Punkte


Songs:

1. For The Blind To See 04:19
2. Lockdown 03:44
3. De-Evolution 03:36
4. Vultures 01:33
5. No Quarter Given 03:39
6. Downward Spiral 01:25
7. Salvation In Vain 04:10
8. Greed Kills 02:40
9. Resistance Is Rising 03:50
10. Fire In The Hole 03:56

Spielzeit: 32:52

// Rudi

 ec

: Rezeption Collapse

© hotel666 2006-2018 - All rights reserved
designed by EyeSeeRed.com
top