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Review zu Deny The Urge - As Darkness Falls - 183 Hits
disc Band: Deny The Urge
Album: As Darkness Falls
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 01.08.2017
Label: German Underground Crossection
Laufzeit: 47:37
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Ich muss gestehen, dass ich doch erst einmal etwas baff war, als ich las, dass Deny The Urge eine neue Scheibe herausbringen werden. Immerhin ist die letzte Scheibe "Blackbox Of Human Sorrow" von 2008 und ich wähnte die Band auch schon längst im Grabe verweilend. Zumal ich von ehemaligen Bandmitgliedern, dem Goslarer Teil der Band, auch nicht weiteres von einem neuen Release hörte. Die Erklärung ist ganz einfach: Henrik Osterloh hat zwischen 2012 und 2014 weiter fleißig Songs geschrieben und sie nun, als letztes Originalmitglied, zusammen mit neuer Mannschaft auf der aktuellen und mittlerweile dritten Scheibe "As Darkness Falls" veröffentlicht. An dieser Stelle muss ich dann auch noch gestehen, dass ich mich dann zuerst doch sehr schwer damit getan habe, da das in dem Moment für mich gefühlt eher Projektcharakter hatte. Also nicht die Band, die ich, auch bedingt dadurch, dass manche Mitglieder aus dem gleichen Ort wie meinereiner kommen, von Beginn mitverfolgt habe. Aber Fakt ist, dass mit Henrik ja immer noch ein Originalmitglied am Start ist. Das war bei manch anderer Band ja nicht der Fall und letztendlich zählt die Musik und die ist auf "As Darkness Falls" wirklich sehr geil geworden :)! Nach einem kurzen Intro geht der Spaß, der uns direkt in die erste Hochphase des Death Metals führt, auch schon los :)! Die Band startet sofort eine ordentliche Attacke und ballert aus allen Rohren. Mein absoluter Deny The Urge-Favorit wird zwar immer ihr Erstling "Subsequent Confrontation" sein, aber das tut hier keinen Abbruch, denn was hier aus den Boxen schallt, ist auch allerfeinster Stoff :)!
Bestes straight forward-Getrümmer in der Schnittmenge von Morbid Angel und Vader kann einfach nicht schlecht sein :)! Außerdem ist Henrik ein zu guter Musiker. Es ist den Songs auch echt anzuhören, dass sie unter dem Einfluss der Liebe zum alten Death Metal entstanden, denn sie sind voller Energie und Feuer! Man wird förmlich dazu gezwungen die Air Guitar anzuschmeißen und ordentlich die Rübe drehen zu wollen :)! So muss das sein! Das Zuhören an sich macht eh eine Menge Spaß, da die Songs nicht nur einfach vor sich hinschraddeln, sondern mit viel Abwechslung und Liebe zum Detail komponiert wurden. Ein richtiger Ohrenschmaus sind für mich die Soli, einzeln oder im Duell, da sie nicht nur perfekt eingespielt sind, sondern echt grandios und mitreißend klingen und auch immer genau zum jeweiligen Songpart passen und ihnen noch Extrawürze geben. Prima :). Diese tolle Todesbleisause wurde dann auch noch technisch top eingespielt, so dass auch von hier keine Klagen kommen sollten :).
Gesanglich geht es auch geil zur Sache, denn Osterlohs Stimme ist so richtig schön fies, düster und brutal :). Vor allem diese Kombination aus tiefem und knurrigen Gegrunze und dem kratzigen Gekeife passt einfach wie der Deckel zum Topf und rundet das Old School-Flair der Songs super ab :). Das erfreut nicht nur meine Ohren, sondern auch mein deathmetallisches Gemüt, welches sich irgendwo zwischen meinen Hirnwindungen verschanzt hat :).
Dann komme ich mal zur Produktion. Mein favorisierter Deny The Urge-Sound ist zwar immer noch der von der "Subsequent Confrontation", da er für meinen Geschmack angenehm roh und warm ist, was jetzt aber absolut nicht bedeuten soll, dass "As Darkness Falls" für mich jetzt schlecht klingt! Nein nein, absolut nicht, denn das was hier aus den Boxen donnert hat eindeutig internationales Niveau und ist echt Hammer :)! Zeitgemäß, aber zu jeder Sekunde 100% Old School sind die Vibes, die der Klang dieser Scheibe versprüht und es macht echt Bock zu zuhören, denn die Produktion hat echt Power, ist schön heavy und natürlich :). So mag ich das. Und dadurch, dass jedes Instrument herauszuhören ist, sind die technischen Finessen der Songs schön zu erkennen und die Dynamik der Stücke geht in keinem Brei unter :). Ausgezeichnet! Und es ist auch nicht zu erkennen, dass die Band nicht als ganzes in einem Studio war, sondern die Mitglieder an verschiedenen Orten aufnahmen. Das Schlagzeug wurde in England, die Gitarre in Braunschweig und Bass und Gesang bei mir um die Ecke im beschaulichen Langelsheim aufgenommen. Genauer gesagt bei Just Schlüter und seinem Pure Sonic-Studio. Jener Herr ist auch für den Mix und das Mastering und somit für den feinen Wohlklang der ganzen Scheibe verantwortlich: Tolle Arbeit :)!
Optisch wurde natürlich auch nicht gekleckert und der Meister persönlich Dan Seagrave, für das Artwork angeheuert! Und wie nicht anders zu erwarten, ist seine Kreation mal wieder mehr als klasse :)! Geile Musik verdient halt auch ein geiles Artwork. Es war auch eine gute Wahl für eine Old School Death Metal-Scheibe Dan Seagrave zu wählen, denn wer denkt beim Anblick seiner Bilder nicht automatisch an all die geilen Todesbleischeiben aus dem Zeitraum Ende der 80er und Anfang der 90er :)! So hat jeder der Deny The Urge noch nicht kennt, beim Anblick des Covers sofort die richtige Assoziation und weiß, was musickalisch zu erwarten ist :). Und ein neues Logo gibt es auch noch dazu.
Es sollte mich echt schon wundern, wenn bei "As Darkness Falls" Death Metal-Freaks nicht verzückt sein werden, denn die Scheibe hat Power, geiles Songwriting, eine mitreißende Intensität und eine feine düster-brutale Atmosphäre. Wir haben es hier also mit einem piekfeinen Todesbleipaket zu tun, dass euch Old School-Freaks hervorragend munden und zum Bangen animieren wird! Das könnt ihr mir glauben. Deserted Fear sind nicht umsonst Deny The Urge-Fans, denn Osterloh und seine Crew ballern wahrlich qualitativ hochwertigen Stoff in diese rottige Welt :)!


9 Punkte!


Songs:

1. Intro 00:54
2. As Darkness Falls 02:58
3. Loophole 03:15
4. Altar Of Addiction 03:17
5. All Or None 03:08
6. On The Surface 07:10
7. Infected Curses 03:42
8. Voices 02:48
9. Perfect Disguise 04:30
10. Vatermoran (Instrumental) 01:55
11. Medusa 03:58
12. The Processing (Instrumental) 05:29
13. Separated Flesh 04:33

Spielzeit: 47:37

// Rudi

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