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Review zu Casket - Unearthed - 183 Hits
disc Band: Casket
Album: Unearthed
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 07.10.2017
Label: Blow Jack Records
Laufzeit: 44:33
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Der Sarg öffnet wieder seine moderige und stinkende Luke, denn das alteingesessene Reutlinger Todesbleitrio Casket lümmelt sich wieder mal auf dem örtlichen Friedhof herum! Nachdem die Band Anfang 2013 ihren letzten Knaller "Undead Soil" veröffentlichte, bringt sie nun endlich mit "Unearthed" neues Totenfleisch für ihre hungrigen und hörigen Maden an den Start!
Nach einem kultigen Mitternachtsausflugsintro auf die Nekropole, geht der Todesbleispaß auch schon ordentlich los :)! Die Band macht auch gleich von Anfang Druck und zeigt, dass sie keinen Gefangenen machen will. Es geht zwar eher im langsamen Tempo mit einer feinen düsteren Atmosphäre los, aber das Trio agiert gleich von Beginn an sehr brutal! Und das wird auch die ganze Scheibe so weiter gehen :)! Egal ob es gerade eher doomig zugeht, euch fette und groovige Midtemporiffs, Blastbeats oder eher schnellere Nummern präsentiert werden :)! Hier wird euch also kein ausgewimpter Brei präsentiert, sondern richtig cooles und intensives Old School-Todesblei in eure Ohren gezimmert! Geil ist, dass hier nicht nur stumpf drauf los geschrammelt wird, sondern es schwingt auch immer ein gewisser technischer Anspruch mit, ohne dabei ins nervige Gefrickel überzugehen! Innerhalb der Songs gibt es oft Breaks, Tempiwechsel und die eine oder andere Spielerei an der Gitarre, am Bass oder am Schlagzeug. Da macht das Zuhören doch Laune, vor allem wenn es so brutal und kraftvoll rüberkommt wie auf "Unearthed" :). Das Ganze wurde vom Trio auch messerscharf und punktgenau eingezimmert :)! Der Drummer hat für mein Gehör wirklich ordentlich zu tun, was die Leistungen der restlichen Band natürlich nicht schmälern soll :)! Casket haben echt Bock eine fette Ladung Old School Death Metal loszuballern und das ist dem Material auch anzuhören, denn das Energielevel ist hoch und die Spielfreude jederzeit zu vernehmen wie ich finde :)! Ausgezeichnet! Und beim letzten Song dachte ich beim ersten Hören nur: "Alter! Offensichtlicher kann man bei Pestilence nun wirklich nicht klauen!". Bis mir dann doch sehr sehr schnell auffiel, dass das ein Pestilence-Song ist, hahaha ;-)! Denn unter einem anderen Geweih ("Another Antler") reiht sich nach dem System Of A Down-Hirschtanz der letzten Scheibe nun einer DER Pestilence-Songs überhaupt ein! Die Rede ist von "Out Of The Body" und ich kenne echt keinen Old School-Maniac, der nicht wie Sau auf diesen Song abfährt! Caskets Version ist dann auch noch eine Ecke brutaler als im Original und ballert echt ordentlich los. Ein wirklich geiler Abschluss für eine wirklich geile Death Metal-Scheibe :)! Top :)! Insgesamt dürfte niemand bei dieser Brutaloattacke der alten Schule enttäuscht werden :)!
Ich finde ja den Gesang wirklich super :)! So richtig schönes derbes und abgrundtiefes Gekotze, Gegurgel und Geröchel, welches sehr tief unter der Grasnarbe ansetzt!!! Yeah! Garniert wird dieses madige Gekotze mit Schreien, die nach Zombiealarm aus den Untiefen einer stinkigen Gruft klingen :)! Einfach nur geil! Der Stimme hat echt eine Menge Power und ist saubrutal :)! Passt wirklich geil zu den Songs und setzt dem Ganzen noch ein rottiges Sahnehäubchen auf! Da kommt doch Freude auf :)!
Freude kommt bei mir auch bei der astreinen Produktion auf, die noch ein bisschen geiler geworden, als beim letzten Mal. Es erwartet euch so ein richtig schöner roher, natürlicher und ausdifferenzierter Krachersound, der euch druckvoll und brutal an die Wand pressen wird :)! Allen drei Instrumenten wird genug Platz eingeräumt, so dass auch alle technischen Finessen des Trios jederzeit heraus zuhören sind. Und durch den geilen natürlichen Grundsound geht dabei auch nicht die Intensität der uns dargebotenen Death Metal-Kracher verloren :)! Und die Old Skull-Vibes der Songs kommen durch den an die alte Schule angelehnten Sound auch hervorragend zur Geltung :)! Da kann echt nicht gemeckert werden!
Genauso wenig wie beim äußeren Erscheinungsbild von "Unearthed" :)! Denn das von Danilo Trbojevic, Sänger der serbischen Thrash-/Crossoverband Nadimac, erschaffene Artwork ist echt ein Knaller! Das düstere Friedhofsritual bedient auf beste Art und Weise herrliche Death Metal-Klischees und sieht dabei nicht nur genial aus, sondern verbreitet dabei eine dunkle Horroratmosphäre in bester Anfang 90er-Tradition :)! Total klasse :)! So etwas erfreut mich doch immer wieder :)! Dieses affengeile Bild entfaltet sich im wahrsten Sinne des Wortes aber erst richtig, wenn ihr das im Digipack beigelegte Textblatt ausfaltet, denn dann habt ihr das Cover nochmal in einem größerem Format vor euren Augen :)! Ich hoffe mal, dass die Scheibe auch als schwarzes Gold veröffentlicht wird, denn das ist genau das richtige Format für dieses visuelle Glanzstück :)! Mich spricht auch das hauptsächlich in schwarz gehaltene Digipack sehr an, da es neben einem Artworksfragment nur noch sehr coole Livebilder der Bandmitglieder aufweist und durch sein schlicht gehaltenes Layout wirklich sehr angenehm anzusehen ist :)!
Eine durch und durch gelungene Scheibe also :)! Für Old School-Todesbleifreaks sollte "Unearthed" wirklich ein hervorragender Leckerbissen sein, der ihnen nicht zu schnell fade werden sollte, denn die Scheibe hat echt Klasse, ist saubrutal und hat ordentlich Power :)!


9 Punkte!


1. Anacrusis (Intro)
2. March Of The Overlord
3. Onwards To Destruction
4. Unearthed
5. Seas Of Blood
6. Kill The Red Lamb
7. To The Bone
8. Pathological Paradise
9. Endtime
10. Another Lantler

Spielzeit: 44:33

// Rudi

 ec

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