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Review zu Ophis - The Dismal Circle - 359 Hits
disc Band: Ophis
Album: The Dismal Circle
Genre: Death/Doom
Rls. Datum: 20.10.2017
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 62:54
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Die Schlange aus Hamburg wuchtet sich wieder voller Boshaftigkeit aus ihrem Nest heraus und hinterlässt eine Spur aus klebrigem Pech, Schwefel und Gift! Genau... Ophis sind zwei Jahre nach ihrer letzten Kakophonie der Tristesse "Abhorrence In Opulence" zurück und veröffentlichen nun über F.D.A. Records ihr viertes Monstrum namens "The Dismal Circle"! Und was für ein Album es geworden ist, herrlich :)! Die Band ist ja bekannt für ihre kompromisslose Umsetzung des mächtigen Death/Doom Metals und ist, wie sollte es auch anders sein, für ihr neues Album keinen Millimeter von ihrer bisherigen Marschroute abgewichen! Neu auf diesem Schiff der Verdammnis sind seit 2016 übrigens der Gitarrist Simon und der schlagzeugende Ghoul Steffen, sicherlich vielen bekannt von Cryptic Brood und seinem Label/Shop Lycanthropic Chants.
Dann komme ich auch mal direkt zur neuen Scheibe, denn sie ist echt der Hammer geworden! Das Album ist wie ein riesiger, schwarzer Monolith in der Welt des Nichts! Übermächtig, pechschwarz, und unüberwindbar zwingt er euch auf eure Knie! Einfach der Wahnsinn :)! Ein Meisterwerk des vertonten, inneren Untergangs ! Jeder Ton ist ein Volltreffer! Ich finde es auch immer wieder beeindruckend, wie es der Band gelingt ihre überlangen Songs spannend und atmosphärisch dicht zu halten. Bei langsamer Musik sagt mir mein Gefühl, dass es eh schwierig ist, aus wenigen, schleichenden Riffs einen guten Song zu erschaffen. Wenn die Lieder dann aber auch noch so eine imposante Länge haben, dürfte es sicherlich noch schwieriger werden! Und da dieses Ophis problemlos gelingt, spricht es absolut für die songwriterischen Fähigkeiten dieser Band! Und nicht nur für diese Fähigkeit! Für diese Songs braucht es noch etwas anderes, nämlich Hingabe voller Herzblut und Gefühl! Denn nur so ist die vereinnahmende Qualität und Intensität ihrer Lieder zu erklären, die ihr jederzeit hören könnt :)! Es erwartet euch eine wunderbare Welt der Traurigkeit und Brutalität, die immer von Melodien durchzogen wird, die so grandios, wunderschön und melancholisch sind, dass ihr vor Freude schluchzen werdet! Gerade dieser Kontrast aus tiefschwarzer Härte, den Melodien und den zeitweilig unverzerrten Parts lässt die jeweiligen Komponenten noch intensiver und mächtiger erscheinen :)! Einfach nur geil :)! Ihr Death/Doom ist wahrlich nur betörend und grandios! Als eröffnet sich vor euren Augen eine endlose Tiefe, die euch magisch anzieht, euch springen und während des Falls vor Verzückung hoffen lässt, dass die Musik nicht enden mag!
Garniert wird das natürlich durch grandioses, abgrundtiefes Gekotze und Gegrunze, das sich genauso derbe und zähfließend wie die Musick durch Mark und Knochen zieht und euch bibbernd zurück lässt! Dazu gibt es einige fiese und garstige Schreie, die perfekt zum deathmetallischen Organ passen. Zusammen ergibt sich ein Chor des Todes, der das an sich schon ordentliche Brutalitätslevel der Musick nochmal ordentlich anhebt und zu einer wirklich bedrohlichen Einheit verschmelzen lässt! So muss das sein!
Bei der Produktion wurde natürlich auch nicht gekleckert. Aufgenommen wurde im Blastbeat Productions Studio (schöner Name bei der Musik) in Kiel und das Ergebnis kann sich echt hören lassen :)! Der Sound der bisherigen Scheiben war schon sehr cool, aber mit dem neuen Release konnten sie noch einen drauf setzen :). Die Produktion ist echt eine Wand und drückt euch gnadenlos zu Boden, falls ihr der Songs wegen eh nicht gleich ehrfürchtig auf diesem eine Bethaltung eingenommen habt :)! Alles klingt so wunderbar natürlich, ausgewogen und heavy! Da ist das Zuhören echt ein Genuss!
Dazu gibt es ein wirklich geiles Gemälde von Evelyn Steinweg als Artwork, welches den Albumtitel und die Stimmung der Musick und der Texte sehr gut eingefangen hat und eine beklemmende und verstörende Atmosphäre versprüht! Und am Ende dieses tunnelartigen Kreises erwartet euch nicht das erlösende, weiße Licht... durchschreitet ruhig die Treppe zum Tor! Erschreckt aber nicht, wenn ihr euch umdreht und erkennt, dass euch der Rückweg verschlossen ist, denn was einst ein Durchgang war ist nur noch etwas, das wie eine klebrige, siffige, krustige und schlecht heilende Wunde wirkt, durch die ihr nicht entkommen könnt! Eine wirkliche gelungene, visuelle Darbietung wie ich finde :)!
So wird dieses wirklich grandiose und betörende Album schön abgerundet und ich kann echt jedem Fan des schleichenden Todes, der diese Band noch nicht kennt, nur ans rottige Herz legen, sich dieses musickalische Highlight zu zulegen! Fans der Band greifen hier eh ohne Bedenken sofort zu!


Der bösartig dahinkriechende, abgrundtiefe und alles vereinnahmende Sog des Nichts hat einen neuen Namen: "The Dismal Circle"! Ophis hüllen mit ihrem neuen Opus wahrlich die komplette Welt schwarz ein!


10 Punkte!!!


Songs:

1. Carne Noir 10:49
2. Engulfed In White Noise 13:23
3. Dysmelian 12:43
4. The Vermin Age 09:26
5. Ephemeral 06:54
6. Shrine Of Humilation 09:39

Spielzeit: 01:02:54

// Rudi

 ec

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