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Review zu Endseeker - Flesh Hammer Prophecy - 442 Hits
disc Band: Endseeker
Album: Flesh Hammer Prophecy
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 20.10.2017
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 42:06
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Hach Leute, der Herbst meint es todesbleitechnisch dieses Jahr wirklich sehr gut mit uns :)! Nachdem mir in letzter Zeit nur hochkarätiges Todesblei vorgesetzt wurde, ist zum Glück immer noch kein Ende in Sicht! Mir soll es recht sein, hehehe :)! Die nächste Kracherscheibe des Todes kommt mal wieder aus dem Hause F.D.A. und führt uns in den Norden der Republik, genauer gesagt nach Hamburg. Hier hausen die verruchten Rabauken von Endseeker und servieren uns endlich ihren Nachfolger zu ihrer EP "Corrosive Revelation" und gleichzeitig ihren ersten Longplayer namens "Flesh Hammer Prophecy"! Wir dürfen gespannt sein, denn nach der echt coolen EP stand natürlich die Frage im Raum, ob die Herren das Niveau und die Intensität auch auf eine komplette Scheibe übertragen können. Und was soll ich sagen? Sie schaffen es absolut und waren sogar in der Lage sich noch etwas zu steigern! Top :)! Endseeker wollen es mit ihrem Debüt echt wissen! Zu unserer Freude, denn sie feuern aus allen Rohren eine gar mächtige Svenska Dödsmetall-Artillerie ab :)! Die Spielfreude der Jungs ist unüberhörbar, genau wie ihre Hingabe zum von uns allen so verehrten HM2-Sound! Nach einem düsteren und getragenen Intro geht es auch schon heftig los, denn der "Flesh Hammer" kloppt ordentlich und vehement auf euer zartes Köpfchen ein und trotz der Gefahr des Verlustes eurer Rübe, haltet ihr sie voller Wonne weiter hin, denn ihr werdet es einfach nur geil finden, wie der Hammer, seine Kraft aus den geilen Old School Death Metal-Krachern schöpfend, euch malträtiert :)! Der Albumtitel ist echt Programm :)! Hier wird die alte, schwedische Schule in Reinkultur zelebriert, ohne dabei alt und muffig, sondern frisch und agil zu wirken :)! Das Songwriting ist echt geil und die Songs zimmern euch voller Ideen, Kraft und Intensität entgegen :)! Dazu gesellt sich messerscharfes, präzises Riffing und Drumming, welches exakt und genau auf den Punkt gebracht wird. Endseeker sind echt ein top aufeinander eingespieltes Team mit ausgezeichneter technischer Versiertheit! Und falls wer nölt, dass es genug Bands im HM2-Stil gibt... solange so eine Scheibe dabei heraus kommt, ist mir das echt total egal!
Ich meine Dismember gibt es nicht mehr, Entombed spielen live nur alte Songs und Entombed A.D. sind zwar gut, aber versprühen bei weitem nicht so viel Energie wie Endseeker, wie ich finde. Da können wir uns doch echt freuen, dass uns eine Scheibe wie "Flesh Hammer Prophecy" aus den Boxen entgegen schallt und die alten Tugenden, ohne abgenutzt zu wirken, weitergeführt werden :)! Garniert wird der Spaß dann noch mit etwas "Damn Deal Done"-Flair und coolen Gitarrenleads, die mich von ihrer Ausstrahlung her etwas an Necrophobic erinnern :)! Hier gibt es echt nichts zu meckern, außer über die Leute, die auf Svenska Dödsmetall stehen, sich die Scheibe aber nicht besorgen ;-)! Achja, eine cooles Bolt Thrower-Cover gibt es auch noch, nämlich "Powder Burns" vom "Merceneray"-Kracher! Klingt im Endseeker-Sound wirklich klasse und ich finde es auch eine echt gute Idee, dass sie sich einen Songs ausgewählt haben, der nicht aus der frühen Phase ist, die ja zum covern meiner Meinung nach eher bevorzugt wird.
Gesanglich gibt es für mich auch überhaupt keinen Grund zur Beschwerde, denn es gibt geiles Gegrunze, das meiner Meinung nach im Umfeld von L.G. Petrov, Matti Kärki und Chris Reifert sein stimmbandliches Wohl sucht und ordentlich Arsch tritt! Leicht kehlig und voller Power! Es wird echt genau so viel Druck aufgebaut, wie bei der Musik an sich. Sehr schön :)! Und damit es nicht zu eintönig wird, gibt es immer wieder fiese, leicht tierisch wirkende Schreie, die echt garstig klingen. Also auch hier eine wunderbare und gelungene Hommage an den alten Death Metal :)! Da kann echt keiner meckern! Und ein Gast hat sich auch auf die Scheibe geschlichen, nämlich der legendäre Marc Grewe! An sich schon cool, viel cooler ist aber noch, dass er nicht nur für ein paar Grunzer vorbei kam, sondern sich gleich Zeit für ein ganzes Duett gelassen hat, welches visuell im zugehörigen Video hervorragend umgesetzt wurde :).
Und da sich die Band so bemüht hat, einen geilen Death Metal-Knaller zu erschaffen, soll es natürlich nicht am Sound hapern! Dafür ging es mit Eiko Freese in die Hamburger Chameleon Studios, um für "Flesh Hammer Prophecy" einen akkuraten HM2-Hammersound einzufangen! Gelungen würde ich sagen :)! Ich bin mir aber auch bewusst, dass der uns hier dargebotene Sound ein Kritikpunkt sein wird, da er für manchen Geschmack evtl. zu zeitgemäß und nicht "Old School" genug ist. Wenn wir aber bedenken, dass das was wir als altes Feeling im Sound ansehen, z.B. bei "Clandestine", "Like An Everflowing Stream" oder "You´ll Never See..." ja damals auch up to date-Produktionen waren, sollte es heutigen Todesbleikombos nicht verwehrt bleiben, genauso zu agieren. Der Rest ist Geschmackssache. Natürlich stehe ich wie Sau auf rottigen Sound wie bei Autopsy, aber wenn das Ergebnis so klingt wie bei Endseeker, habe ich absolut nichts zu meckern, denn sie haben nicht den Fehler begangen eine zeitgemäße Produktion mit einem seelenlosen, sterilen Plastiksound zu verwechseln :)! Zum Glück, alles andere wäre fatal! Aber genug ausgeholt, denn jetzt komme ich dann auch mal zum Sound von "Flesh Hammer Prophecy". Der Sound brettert so richtig geil fett, total kratzig, brutal und heavy aus den Boxen! Hammer :)! Und es schwimmt auch noch einer angenehm natürlicher, leicht warmer Grundsound mit, was wollen wir mehr? Also ich finde es wirklich gelungen und die Energie der Mucke wird durch den zeitgemäßen Sound zu keinem Moment abgeschwächt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die fetten Riffs zischen echt messerscharf aus den Boxen und ritzen sich durch euer Gesicht! Geile Sache :)!
Artworktechnisch wurde dieses Mal nicht auf Riddick zurück gegriffen, sondern auf einen mir bisher nicht bekannten Künstler aus Südkorea namens Albert Che. Das tut aber keinen Abbruch, denn die Arbeit dieses Herren ist echt absolut genauso klasse :)! Ultrageiles S/W-Goreartwork, das im Booklet als schöne Layoutvorlage für Marc Niederhagemann (Lifeless/ArtWars Mediadesign) diente. Sieht echt schnieke aus :)! Und das Bandphoto auch, hehehe. Mag es manchen vielleicht nicht evil genug für Death Metal zu sein, finde ich ein bisschen Abwechslung auch mal ganz cool. Aber nun zurück zum Artwork. Das Bild ist echt geil geworden und das sich schwungvoll bewegende und mit dem "Flesh Hammer" bewaffnete Skelett bringt für mich perfekt die schwungvolle Dynamik der Musik rüber. Sehr cool :)! Dieser knochige Fiesling guckt zudem auch noch zu Recht mit Stolz auf sein sich unter ihm auftürmendes Werk des Todes aus Knochen, Gedärm und Leid :)! Ein wirklich piekfeines Bild, das ich mir sehr gerne angucke.
Diese coole Scheibe des Todes wurde also auch visuell fein abgerundet und mein Fazit lautet:

Die Hamburger Jungs konnten mit "Flesh Hammer Prophecy" nicht nur ihre coole EP locker toppen, sondern haben mit ihrem brutalen Kracher auch eine echt geile Scheibe wie aus dem Lehrbuch des schwedischen Death Metals erschaffen! Ein echter Oberhammer, der mein HM2-Herz zum Glühen bringt!


9,5 Punkte!

Songs:

1. Into The Fire
2. Flesh Hammer Prophecy
3. Demon Spawn
4. Malicious Instinct
5. Worshipping The Bloodthirsty
6. Feasting On The Decomposed
7. Shredding Your Graven Image
8. Black Star Rising (feat. Marc Grewe)
9. Powder Burns (Bolt Thrower-Cover)
10. Possessed By The Flame

Spielzeit: 42:06

// Rudi

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