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Review zu Task Force Beer - Meaning Of Life - 402 Hits
disc Band: Task Force Beer
Album: Meaning Of Life
Genre: Death Grind
Rls. Datum: 05.2017
Label: None
Laufzeit: 29:16
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Es brodelt weiterhin ordentlich im hiesigen Underground und die nächste Truppe ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür :)! Task Force Beer nennt sich diese seit fast zwei Jahren existierende Band, die nun ihren ersten Longplayer "Meaning Of Life" raushaut. Bandname und Albumtitel lassen ja an eine Band im Tankard-Stil denken, aber da F.D.A.-Rico mir die Scheibe zukommen ließ (Danke nochmal :) ) ging ich davon aus, dass es wohl härterer Stoff sein dürfte :). Und 15 Songs incl. zweier Intros in knapp 30 Minuten sagen mir sofort, dass es Geballer sei muss :)! Top, meine Neugierde ist also schon mal geweckt! Und ich lag mit meiner Vermutung echt nicht daneben! Denn nach einem recht groovigen, fetten Midtempointro tackert eine gut geölte Nähmaschine mit Inbrunst die Musiknoten in eure Trommelfelle! Hier geht echt die Post ab! Task Force Beer fühlen sich im Metier des Death/Grind moderner Prägung wahrlich pudelwohl und das ist den Songs auch anzuhören :). Am meisten gefällt mir die Band, wenn sie volle Pulle loszimmert! Die dabei entstehende Intensität ist echt beachtlich :)! Die immer wieder auftauchenden Slam-Parts sind jetzt nicht so ganz mein Ding, passen aber gut in den musikalischen Kontext, wirken also nicht deplatziert und haben ordentlich Power und ich denke, dass das doch am wichtigsten ist :)! Auf alle Fälle hat es dieser Soundcocktail in sich und zündet echt gut! Ich denke mal, dass bei diesem Wirbelwind die wenigsten keine Zuckungen in ihrem Leib spüren werden! Task Force Beer bemühen sich in ihren Songs nicht nur um Abwechslung, sondern auch um Griffigkeit und dieses ist ihnen auch gelungen :). Gerade letzteres bedarf bei dieser Art von Musik ein gewissen Geschick im Songwriting, da sonst alles im Chaos versinken könnte. So erwartet euch also angenehm brutales und hektisches Geballer! Sehr schön :)!
Das ganze Gehacke wird von der Band dann auch noch absolut präzise und wuchtig eingespielt, auf dass ihr schwungvolles Songwriting nicht in einem Brei der Unfähigkeit untergeht! Die Jungs wissen mit ihren Instrumenten echt umzugehen und diese Fähigkeiten songdienlich einzusetzen und sich nicht in Frickelegotrips verfangen! Spieltechnisch ist also echt alles top! Coole Sache :).
Dann mal fix weiter zum Gesang. Ganz und gar nicht wie süße Engel röhren uns die beiden Sänger ihre Stimme entgegen! Zweistimmiger Gesang bei solcher Musick kommt eh sehr gut und hier ist es auch der Fall. Derbes, kehliges Gegrunze, Schreie, Geshoute, Gekeife und Gekotze... all diese feinen Sachen werden uns hier geboten und gerne mit einer Abwechslung, als würde ein wilder Flummi durch die Bude springen! Das Ganze wirkt jetzt aber nicht unkoordiniert, sondern passt jederzeit zu den Songs und unterstützt sie echt gut in ihrer Dynamik und Brutalität :)!
Aufgenommen hat die Trümmertruppe ihre Scheibe im eigenen Proberaum und das Ergebnis ist echt amtlich geworden :)! Ein fetter und dichter Sound schallt mir da entgegen, der meine Ohren
so richtig schön kratzig und natürlich umgarnt und mir wirklich gut gefällt. Und dadurch, dass jedes einzelne Instrument gut zu hören ist, wird die Dynamik der einzelnen Songs echt gut transportiert und es entsteht ein mitreißender Gesamtsound :)! Da kann echt keiner meckern! Wer auf eine erdige und organische Produktion steht, sollte hier doch recht zufrieden sein :).
Optisch überzeugt diese Eigenproduktion auf alle Fälle auch, denn das S/W-Artwork ist echt ein Hingucker! Zu sehen ist eine Zeichnung einer feiernden Punk/HC/Metal-Zombiehorde, die wohlbehütet von Mothra geleitet wird :)! Mir gefällt ja dieser Art des Zeichenstils auch immer wieder sehr gut. Da hat die Band schon mal in einen guten Augenfang investiert. Die Herren haben eh Wert darauf gelegt, dass das ganze Layout zum Verweilen einlädt, denn neben einem Layout für die CD-Hülle an sich gibt es auch noch ein komplettes Booklet, welches neben einem Bandphoto auch mit allen Texten, gebettet in Artworkfragmente, aufwartet. Sehr schön :). Davon kann sich so manche Band echt mal eine Scheibe abschneiden, jawoll :)! Und ein Blick auf die Texte lohnt sich nämlich auch, denn diese behandeln nicht permanent eine Sauf-Thematik, sondern eher innere Konflikte oder gesellschaftliche Probleme. So habe ich sie jedenfalls verstanden :).
Klingt doch insgesamt nach einem gelungenen Einstand, oder? Finde ich auch :). Und Freunde des gepflegten Geballers mit Anspruch sollten bei dieser Death/Grind-Scheiblette auf alle Fälle mal beide Ohren riskieren, denn es lohnt sich :)!


8,5 Punkte!

Songs:

01. Intro 01:09
02. T.F.B. 02:37
03. First Kiss 01:42
04. Home 02:46
05. Darkness 01:29
06. Inner Demon Fight 01:03
07. Puutarha 01:53
08. Enemy (Intro) 00:48
09. Slow Death 04:09
10. Mothra 00:41
11. Not My Fault 03:03
12. Meaning of Life 02:04
13. Violence for Silence 00:11
14. Last Kiss 02:25
15. Post Aus Puutarha 02:03

Spielzeit: 29:16

// Rudi

 ec

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