Review zu
Fimbulvet - Frostbrand - Nach Flammen Sehnsucht - 82 Hits
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Band: |
Fimbulvet |
| Album: |
Frostbrand - Nach Flammen Sehnsucht |
| Genre: |
Pagan Metal |
| Rls. Datum: |
21.10.2011 |
| Label: |
Nocturnal Empire |
| Laufzeit: |
46:55 |
| Wertung: |
6.0 / 10.0 |
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Heidenmetal vor dem Frühstück, au weia! Ein hartes Los, bei dem ich mir manchmal gar nicht so sicher bin, ob ich nicht lieber, nur mit Kunstfellunterhose bekleidet und von dutzenden Schneekanonen beschossen, einer feindlichen Übermacht mittels einer Bastelschere Einhalt gebieten will!
So, damit wäre die übliche Lästerei bereits in der Einleitung erledigt. Dafür können mir FIMBULVET eigentlich gepflegt einen ausgeben. Denn obgleich „Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht“ wie sein Vorgängerwerk „Kriegerwahn“ rein musikalisch gesehen schon irgendwie ganz gut in Ordnung geht, bietet sich für den geneigten Pagan-Miesmacher auch hier wieder ein Aufhänger nach dem anderen (Texte, Cover, Kostüme, Klargesang, ihr wisst schon). Fakt ist: auch „Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht“ bietet melodischen Black Metal mit einer leichten Thrash-Schlagseite sowie ein paar sehr dezenten Folk-Einsprengseln. So ich den Vorgänger noch richtig in Erinnerung habe (worauf sich kein geistig gesunder Mensch verlassen sollte, wohlgemerkt), haben die Thüringer auf ihrem neuen Album den Klargesangsanteil deutlich verstärkt und möglicherweise ihre alte Liebe für IRON MAIDEN wieder entdeckt. Während sich letzteres auf die verwendeten Melodien niederschlägt, sorgt vor allem der leider recht eierige Klargesang oftmals für eine Nähe zu SOLEFALD, denen FIMBULVET jedoch textlich wie kompositorisch nicht das Wasser reichen können.
Wat den een sin Uhl is den annern sin Nachtigall und was für Pagan-Fans eine sichere Bank ist – dieses Album zum Beispiel – funktioniert für mich nach wie vor nur stellenweise. Die flotte, eingängige Black Metal-Attacke „Helhest“ ist eine solche Stelle, da FIMBULVET hier das Pathospferd im Stall lassen und ohne Umschweife auf den Punkt kommen. Da dies im Endeffekt zu selten vorkommt, sind weite Teile von „Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht“ für mich leider ziemlich verloren. Was keinen hindern muss, mit dieser Band einen Heidenspaß zu haben – ich werde solange an der Met-Bar nach Pilsbier verlangen und die junge Frau mit dem SÓLSTAFIR-Shirt angraben. Ich werde sie darauf hinweisen, dass TARABAS die bisher beste deutsche Pagan-Kitsch-Band geblieben sind, das beeindruckt sie bestimmt...
// untergangsmelder |