Review zu Sabiendas - Buried Alive - 275 Hits
disc Band: Sabiendas
Album: Buried Alive
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 03.2009
Label: None
Laufzeit: 18:53
Wertung: 8.0 / 10.0
 
Nach einem ebenfalls „Buried Alive“ betitelten Demo aus dem Jahr 2007 veröffentlichten die Recklinghausener Todesmetaller letztes Jahr diese 4-Track EP. Die überwiegend im Midtempo daher schleifenden Songs versprühen ein sehr angenehmes schwedisches Aroma, das durch zusätzliche amerikanische Nuancen in den derberen Prügelpassagen angereichert wird, sprich es groovt weitgehend auf eine entspannte aber dennoch aggressive Art. Jedenfalls so lange bis Drummer Toni zwischenzeitlich die ICE Hämmer herausholt, um die Brutalität zu fokussieren.
Sehr angenehm fallen daneben auch die teils versteckten und teils dominanten Melodien auf, die das Resultat jedoch zu keinem Zeitpunkt zum Melodic-Death hin verwässern, sondern zusammen mit dem akzentuierten Riffing viel Abwechslung bieten.
Besondere Erwähnung verdient schließlich die (inzwischen aber nicht mehr zur Band gehörende) Sängerin Masae. Und das keineswegs um den Female-(Fronter)-Bonus zu bemühen, denn hier müsste man schon eher Gitarristin, Bandgründerin und Hauptsongschreiberin Alexandra erwähnen. Nein, Masaes Stimme ist einfach nur krank und brutal und ich musste mich erstmal durch Bilder überzeugen lassen, dass sich hier eine Frau aus den Tiefen der Hölle zu Wort meldet.
Fazit: Eine sehr gute und professionelle EP, der man die Erfahrenheit der beteiligten Musiker und auch deren Ergebenheit an die späten 80er und frühen 90er jederzeit anhört.

// Wile E. Coyote

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