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Review zu Abyzz - Empusa - 1171 Hits
disc Band: Abyzz
Album: Empusa
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 31.12.2009
Label: None
Laufzeit: 45:52
Wertung: 7.0 / 10.0
 
Wenn eine Band seit dem Jahre '93 oder '94 – das Infoblatt ist da bestürzend widersprüchlich – durch die Botanik lärmt, man aber noch nie von ihnen gehört hat, dann hat das zumeist seine Gründe. Zugegeben – diese müssen nicht immer mit mangelnder Qualität zu tun haben. Die großartigen Progressive Death Metaller PAVOR beispielsweise kennt heute fast keine Sau – aber sie sind auch so dermaßen elitär und verschlossen, das sie es kaum je für nötig halten, auf sich aufmerksam zu machen.

Wie genau die Lage im Fall von ABYZZ ist, kann ich nicht so ganz einschätzen. Den Vorwurf mangelnder Qualität müssen sie sich aber zumindest im Hinblick auf Cover und Booklet von "Empusa", dem dritten vollständigen Album, bieten lassen. Fragwürdiger Umgang mit Photoshop und eine junge Lehrerin (Fächerkombination Deutsch und Religion) mit Habichtsflügeln sind hier die Stichworte. Bei der Musik selber sieht es glücklicherweise schon viel besser aus. ABYZZ spielen groovebetonten Metal, der zumeist im mittleren bis gemäßigteren Tempobereich stattfindet und durch Riffing, Umgang mit dem Schlagzeug und die konsequenten Grunzereien hinterm Mikro als Death Metal wohl meist zutreffend beschrieben wäre. Hinzu kommen allerdings immer wieder melodische Elemente, die mal in Richtung Gothic und mal in Richtung epischerer Doomklamotten weisen. Als Vergleich kann man sich vielleicht einen Zusammenschluss von AMON AMARTH, CREMATORY und uralten MORGION sowie eventuell auch SATURNUS vorstellen. Hinzu kommt ein gewisser Anspruch an Abwechslungsreichtum und wechselnde Rhythmik – anders als die in den Grußworten erwähnten TOTENMOND reicht es ABYZZ nicht aus, zwei Drumbeats und fünf Akkorde zwanzig Jahre lang immer wieder grandios breitzukloppen.

Das macht aus "Empusa" nun zwar keinen technischen Meilenstein, zumal einiges hier doch eher holperig zusammenpasst. Andererseits hat die Truppe unter anderem mit "Hekate", "Withered Evolution" und "And Now You're Die" (fragt nicht nach dem Titel, es ist halt Metal!) etliche Stücke am Start, die auch ohne gewaltigen Neuheits- oder Originalitätsbonus Spaß machen. Also: unterstützt eure örtliche Szene! Gerne übrigens auch durch Hilfe bei der Covergestaltung...

// untergangsmelder

 ec

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