Review zu Zora - Gore - 250 Hits
disc Band: Zora
Album: Gore
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 16.04.2010
Label: Bloodred Horizon Records
Laufzeit: 40:38
Wertung: 6.5 / 10.0
 
Zum Namen ZORA fällt mir spontan ja so einiges ein: ein anarchistisches Lied, eine unsympathische, leicht räudige und nicht so ganz stubenreine Katze, die Anführerin einer Kinderbande und noch vieles mehr.

Death Metal gehörte bis dato nicht dazu. Dies ändert sich nun mit den aus Süditalien stammenden ZORA und ihrem schlicht "Gore" betitelten neuen Album. An diesem wird schnell zweierlei deutlich: erstens meinen es die Italiener zumindest musikalisch gesehen ernst, wenn sie sich "Extreme brutal rebellion" auf die Fahne bzw. Myspace-Seite schreiben und zweitens haben CANNIBAL CORPSE auch am südlichen Ende des Stiefel-Landes mächtig Eindruck geschunden. Der Einfluss der Amerikaner ist auf jedem der Songs von "Gore" deutlich zu spüren – ZORA hacken sich wüst und disharmonisch durch ihr Erstlingswerk und lassen dabei keine Entspannung zu. Dabei sind es nicht nur die Riffs und die Gitarrenläufe, für die CANNIBAL CORPSE Pate gestanden haben – Sänger und Gitarrist Flavio Tempesta eifert mit seinen Growls und heiseren Schreien auf gar nicht mal ungelungene Weise dem stiernackigen Brüllwürfel namens Fisher nach.

Das ZORA sich durchaus durch Technik hervortun wollen, geht aus Stücken wie "Hipocrisy", "Sign Your Body" oder "Enslaved By The Pigs" (bester Songtitel!) nicht immer sofort hervor. Dazu ist ZORA die stumpfe Brutalität hörbar zu wichtig. Das "Gore" deswegen ein wenig eintönig geraten ist und vermutlich lediglich bei Genrefanatikern so richtig einschlagen wird, liegt nahe. Unverzeihlich ist das keineswegs – "Gore" ist ein netter Brutalo-Happen für zwischendurch.

// untergangsmelder

 ec
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