Review zu
Grenouer - Lifelong Days - 209 Hits
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Band: |
Grenouer |
| Album: |
Lifelong Days |
| Genre: |
Progressive Metal |
| Rls. Datum: |
2008 |
| Label: |
Locomotive Records |
| Laufzeit: |
46:28 |
| Wertung: |
9.0 / 10 |
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Wenn GRENOUER im Infoschreiben als eine der wenigen russischen Metalbands bezeichnet werden, die außerhalb Russlands Aufmerksamkeit erregt haben, so kann ich bestätigen: diesen Namen habe ich bereits einmal gehört. Und die Musik womöglich auch – wenngleich ich mir in diesem Punkt nicht ganz so sicher bin, denn egal in welchem Geisteszustand ich mich auch befunden haben mag – an einen Hirnfick wie "Lifelong Days" hätte ich mich sicherlich erinnert.
Nun ist diese Scheibe zwar auch schon wieder zwei Jahre alt, die Musik, mit der sich die Truppe aus St. Petersburg anschickt, die Welt zu erobern, klingt allerdings ebenso beinhart wie frisch. Frisch heißt in diesem Falle nicht, dass hier frische Züchtungen vom Feld der metalltischen Inspiration geerntet werden. GRENOUER grasen einmal den Markt knallharter progressiver Aggro-Mucke ab um sich anschließend herauszupicken, was auf den Tisch soll. Und das ist natürlich nur das Beste, schon klar. Die rhythmisch vertrackten, garstigen Zweiton-Riffs aus der MESHUGGAH-Lende und der knackige Maschinen-Groove von FEAR FACTORY liefern die Basis. Gewürzt und garniert wird dies mit kaputten Gitarrenleads a la WATCHTOWER, sphärischen Ruhemomenten und Harmonizer-Einsatz nach Art von CYNIC und ausgesprochen wütendem Brüllgesang wie ihn die Industrial-Metaller STATIC-X ebenfalls seit langem kultivieren.
Natürlich liest sich das jetzt wieder mal so, als hätten GRENOUER alles wüst durcheinandergestohlen und würden sich jetzt mit fremden Lorbeeren schmücken wollen. Das stimmt nicht. Obwohl man seine Ohren schon sehr tief im Innern seines Hinterns haben muss, um die Einflüsse nicht zu erkennen, ist die Art und Weise wie sie die Russen auf "Lifelong Days" zusammenwürfeln durchweg gelungen und mitreißend. Wer nur ein klein bisschen Gefallen an den genannten Vergleichsbands findet, dessen Geschmacksnerven werden von Stücken wie beispielsweise "Indecent Loyalty", "With No Concern" und "Off The Back Of Others" gleich auf vielfache Weise stimuliert werden, zumal das technische Niveau ebenso wie die Produktion mit den Vorbildern locker mithält. Es ist angerichtet!
// untergangsmelder |