Review zu Slave To Misery - Masters And Slaves - 510 Hits
disc Band: Slave To Misery
Album: Masters And Slaves
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: 05.09.2009
Label: None
Laufzeit: 38:43
Wertung: 7.5 / 10.0
 
Fünf Jahre ist es bereits her, dass uns SLAVE TO MISERY mit ihrem Debut geglückten. Höchste Zeit also für einen Nachschlag. Trotz Drummer-Wechsel machen die Jungs im Grunde genau da weiter, wo sie Anno 2004 aufgehört haben. Nur halt ein klitzekleines bisschen besser.

Geboten wird technisch versierter Thrash Metal alter Schule, wenngleich weniger jener der Krüppel-aus-dem Sack-Fraktion denn vielmehr der sich um Musikalität bemühte, freilich ohne unnötigerweise den großen Melodiebögen hinterherzujagen. Kurz: SLAVE TO MISERY setzten wieder da an, wo auch schon Bands wie MEDADETH ihre ersten stilprägenden Gehversuche machten: Bei dem Versuch, anspruchsvoll gespielten Heavy Metal etwas härter, dreckiger und geradliniger – eben thrashiger – zu inszenieren. Ein Versuch, der durchaus gelungen ist. Vor allem die coolen zweistimmigen Gitarrenläufe und der rauhe, ein wenig an die legendären OMEN erinnernde Gesang wissen zu überzeugen. Aber auch der Mut zu schrägen Ideen (echte ¾ Takte!) und klassischem Heavy Metal Songwriting, sogar SANTANA-Reminiszenzen sorgen für reichlich Abwechslung.

Auf Dauer muss ich allerdings zugeben, dass ich mir hin- und wieder doch ein wenig mehr Dreck und Gewalt und einen ordentlichen Tritt aufs Gaspedal wünschen würde.

Kurzum: Wer gerne mal MEGADETH mit guten Vocals hören will, liegt hier goldrichtig.


// Korgüll the Exterminator

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