Review zu
Requiem - Infiltrate... Obliterate... Dominate... - 527 Hits
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Band: |
Requiem |
| Album: |
Infiltrate... Obliterate... Dominate... |
| Genre: |
Death Metal |
| Rls. Datum: |
31.07.2009 |
| Label: |
Twilight Vertrieb |
| Laufzeit: |
44:18 |
| Wertung: |
9.5 / 10.0 |
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Meine Fresse! Was ist das denn? Ich muss zu meiner Schande ja gestehen, dass die Schweizer REQUIEM bis jetzt völlig unbemerkt an mir vorbeigezogen sind. Aber was sie hier auf ihrem inzwischen 4. Longplayer präsentieren ist einfach nur atemberaubend geil und darf von keinem Death-Metal-Fan übersehen werden:
Schon die ersten Klänge des Openers „Marked By The Signs Of Chaos“ blasen einem ordentlich durch die Ohren und man sieht vor dem geistigen Auge dieses große Riff zu einem unheiligen Monolithen des Schreckens heranwachsen. Doch die unglaubliche Wahrheit offenbart sich nach knapp einer Minute. Das war nur die Ouvertüre, jetzt geht’s erst richtig los! Und zwar richtig brutal! Was allein der Drummer hier abliefert ist nicht von dieser Welt: Eine gefühlvolle Doublebass bis hin zum Blast nach der anderen, die dank Andy Classens Wahnsinnssound nicht zu akustischen Mückenstichen verkommt, sondern wie ein Maschinengewehr das Atombomben verschießt, wirkt. Dazu Riffs von solcher Präzision und Kraft, dass man immer wieder an sich herunterschaut, ob denn schon die Eingeweide rausgeschnetzelt wurden. Ferner ein nichts durchlassender Bassist und ein Sänger, der vielleicht nicht ganz so brutal wie der Rest der Band klingt, dafür aber klasse und verständliche Growlhooks liefert.
Bei soviel Gehacke mag man nun annehmen, dass es sich um ein kaum wirklich hörbares technisches Frickelalbum handelt, aber weit gefehlt: Fährt die Doublebass mal etwas ruhiger, bleiben grandiose Grooves, die aus wirklich jedem Song einen in die Nackenmuskeln gehenden Klassiker des Genres machen. Und selbst die reinen Prügelpassagen zeigen noch einer Band wie CANNIBAL CORPSE wie man diese Art von Musik auch wirklich interessant und nicht nur beeindruckend spielt.
Am besten stellt ihr euch BOLT THROWER vor, die gerade in Brutal-Death-Gefilden wildern und ihr habt eine ungefähre Ahnung von dieser kompromisslosen aber immer musikalischen Wahnsinnsscheibe, deren Höhepunkt von Minute 0 bis 44 reicht! Eine nahezu perfekte Platte und vielleicht DAS Death Metal Album des Jahres!
// Wile E. Coyote |