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Review zu Foscor - Groans To The Guilty - 1908 Hits
disc Band: Foscor
Album: Groans To The Guilty
Genre: Black Metal
Rls. Datum: 26.06.09
Label: Temple Of Darkness Records
Laufzeit: 48:27
Wertung: 9.0 / 10.0
 
FOSCOR. Wem dies spanisch vorkommt, der liegt nur teilweise richtig. FOSCOR ist das katalanische Wort für Dunkelheit, und obwohl Katalanisch hauptsächlich auf spanischem Gebiet gesprochen wird, ist es eine Weiterentwicklung des Vulgärlateins und mitnichten ein spanischer Dialekt.

Die in Spanien ansässige und seit über zehn Jahren aktiven FOSCOR benutzen neben Katalanisch und Englisch allerdings eine mittlerweile sehr internationale Sprache, diejenige frostigen Black Metals nämlich. Nun hat der Black Metal sich zwar auch schon in unzählige Dialekte aufgespalten und jede Veröffentlichung ruft neue Sprachpfleger auf den Plan – im Falle von „Groans To The Guilty“ sollten die Zwangsnörgler endlich einmal wieder still sein. Denn FOSCOR lassen sich dankenswerterweise nicht in ein Schema pressen, sondern machen schlicht was ihnen gefällt. Wobei „schlicht“ vielleicht der falsche Ausdruck ist, denn die Art und Weise wie die Spanier traditionelle klirrende Raserei mit Groove, Melodie und diversen aus dem Rahmen fallenden Elementen verbinden, zeugt von hohem Anspruch an sich selbst und an die Musik. Das schräge Einfälle wie der unvermittelt einsetzende halbklare Gesang in „The Amber Nest“ oder die abrupten Stimmungswechsel in „Till Water Mirrors Could Not See“ nichts sind, was sich FOSCOR im luftleeren Raum ohne jeglichen Außeneinfluss haben einfallen lassen, das sollte klar sein. In Anbetracht der Klasse von „Groans To The Guilty“ macht das jedoch nichts aus, selbst wenn ein bißchen mehr Einfallsreichtum im Schlagzeugbereich die Angelegenheit wohl noch einen Tick besser gemacht hätte.

Das „Black Metal als Kunst“ im Regelfall so viel Spaß bereitet wie sich von einem zitterigen Alkoholiker auf Entzug in einem halbdunklen Raum eine Intimrasur mittels einer rostigen Schnippi-Bastelschere vornehmen zu lassen, macht ein Album wie „Groans To The Guilty“ eindrucksvoll vergessen. Also gebt der Scheibe gefälligst eine Chance und belohnt Temple Of Darkness Records dafür, dass sie noch Bands signen weil diese etwas taugen – und nicht, weil der Labelchef die Schwester vom Gitarristen anbohren will!


// untergangsmelder

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