Review zu
HEADSHOT - As Above, So Below - 904 Hits
|
Band: |
HEADSHOT |
| Album: |
As Above, So Below |
| Genre: |
Thrash Metal |
| Rls. Datum: |
30.05.2008 |
| Label: |
Firefield Records |
| Laufzeit: |
44:40 |
| Wertung: |
9.0 / 10.0 |
| |
“As above, so below” – wie im Himmel, so auf Erden… Wahrhaftig ein Wort zum Sonntag, was die Braunschweiger Thrash-Veteranen hier abgeliefert haben!
Laut Label-Info soll es sich hier also um Death-Thrash handeln… Bullshit! Das mag ja auf die alten Scheiben aus den Neunzigern durchaus zutreffen, doch spätestens seit dem soliden Vorgänger-Album „Diseased“ (2003) hat man den Death-Metal-Anteil in den einstelligen Prozent-Bereich reduziert. Das aktuelle Opus hat dafür noch eine gute Schüppe klassischen Heavy Metals abgekriegt! – Aber keine Angst, mit Pseudo-True-Metal-Scheiße à la HAMMERFALL hat das rein gar nix zu tun. Vielmehr erinnern mich die Arrangements und Gesangslinien an ursprüngliche, erdige Klamotten wie WARRANT oder IRON ANGEL. Wie auch immer: “As above, so below” ist eine Thrash-Metal-Scheibe, die sich gewaschen hat! THRASH! Metal – kein Neo-Thrash, aber auch kein auf Teufel komm raus auf Old-School getrimmter Thrash! Und wo ich hier schon fröhlich dabei bin, die Schubladen auf- und zuzuziehen: so’n bisschen progressiv ist’s auch...
>>> Was will uns der Autor dieser Zeilen eigentlich vermitteln? <<<
“As above, so below” hat alles, was der anspruchsvolle Thrasher zum Glücklich-Sein braucht: Sänger Andi gehört sicherlich zu den zehn besten Thrash-Shoutern, die derzeit in diesem Lande unterwegs sind! Mich erinnert er stark an Gus Chambers, allerdings ist er noch deutlich variabler. Mal wie ein irrsinniger Bastard aus Zetro und Tim Baker (CIRITH UNGOL), dann wieder irgendwo zwischen Mille und Tom Araya…
Und dann die Gitarren! Wer immer noch wehmütig alten „Holt/Hunolt“-Großtaten nachtrauert, findet hier Trost! Der Bass knarzt schön knackig und auch die Drums wissen zu begeistern. Das ist Musik! Das bedeutet allerdings auch, dass man in Punkto „Härte“ um einige Rockwell unterhalb dem Standard derzeit aufstrebender junger Acts wie FUELED BY FIRE oder WARBRINGER liegt.
Leider flacht die Scheibe gegen Ende ein Wenig ab: Der fast zehn-minütige Titeltrack verzettelt sich für meinen Geschmack recht arg in endlosen Gitarren-Orgien, die ich persönlich allem Talent der Musiker zum Trotz etwas langweilig finde. Und anschließend noch ein Instrumental zu bringen, ist zwar konsequent, lässt mich dann aber doch zur „SKIP“-Taste schielen. Dafür gibt’s zum Abschluss jedoch noch mal einen amtlichen Thrasher, der - da wette ich meine ganze Plattensammlung drauf – sicherlich als Hommage an den 2005 verstorbenen VOIVOD-Klampfer Denis „Piggy“ D'Amour geschrieben wurde.
Kurz: Thrash with Class!
P.S.: In letzter Minute erreicht mich die Nachricht, dass Sänger Andi die Band aus persönlichen Gründen verlassen hat. Wer sich zutraut, diese gewaltige Lücke ausfüllen zu können, soll sich umgehend mit der Band in Verbindung setzen!
// Korgüll the Exterminator |