|
Band: |
Various Artists |
| Album: |
Metal Message IV |
| Genre: |
Pagan Black Metal |
| Rls. Datum: |
Oktober 20 |
| Label: |
www.metalmessage.de |
| Laufzeit: |
73 |
| Wertung: |
7.0 / 10.0 |
| |
Es heißt wahlweise, dass keine Nachrichten gute Nachrichten seien, oder aber, dass schlechte Nachrichten gute Nachrichten seien. Nachrichten gibt es ja bekanntlich überall, und diejenigen aus den Bereichen Pagan- Viking- und Folk Metal finden sich unter anderem auf dem neuen „Metal Message IV“-Sampler.
Im Folgenden also zu jeder Nachricht ein kleiner Kommentar!
GJENFERDSEL – Svik: Norweger mit Melodie, Härte und einem Sinn für sowohl volkstümliche als auch schwarzmetallische Melodien.
FOREFATHER – Engla Tocyme: Die Engländer geben sich sehr melodisch und beinahe schon seicht, ihr elektronischer Drumsound ist zum Kotzen. Schade, sonst nicht schlecht.
THARAPHITA – Lidsetel Sünkjatel Radadel: Die Esten haben mit ihrem Folk Metal zwar keine Originalität gepachtet, gehen aber gut ins Bein. Außerdem haben sie den lustigsten Titel dieser Sammlung!
GALAR – Hugin og Munin: Ebenfalls aus Norwegen, geben sich jedoch pathosverliebter und kontrastreicher als ihre Landsmänner von GJENFERDSEL und erinnern nicht selten an alte SOLEFALD.
OAKENSHIELD – Ginnungagap: Britisches Ein-Mann Folk/Black Metal Projekt. Seicht, langweilig, nervig – zurück in die große Leere, bitte!
IRMINSUL – Vinterskald: Wo waren die Schweden, als sie ihren schunkeligen Folk Metal aufgenommen haben? Im Kuhstall des Nachbarhofes zwei Kilometer neben den aufnehmenden Mikros im Studio? Seltsamer Klang, durchschnittliche Mucke.
SLECHTVALK – On the Eve of Battle: Die Niederländer gehen wieder in eine härtere Richtung als ihre Vorgänger und setzen Melodien und Pathos nicht ungeschickt ein – zumindest der Kritiker erklärt somit keinen Krieg!
FOLKEARTH – The Riding of the Queen Boudiccea: Hektischer Metal wechselt sich mit Folk und reichlich Schmalz ab, und das mitunter reichlich abrupt und unsanft. So werdet ihr die Welt nicht beherrschen!
THEUDHO – The Journey to Lyngvi: Überdurchschnittlich düstere und grimme Belgier mit gutem, aber nicht überragendem Pagan Metal.
ALKONOST – Darkness: Trotz des schlichten Titels merkt man den Russen ihre Erfahrung an – ihre Mischung aus Folk mit lieblichem Frauengesang und räudigem und rockenden Black Metal gehört zu den Highlights von „Metal Message IV“.
SLARTIBARTFASS – St Cuthbert: FINNTROLL beulen sich mit IN EXTREMO – mit genügend Met im Kopp tut es nicht weiter weh. Aber fürchte das Morgen!
SKYFORGER – A Crested Bird Sings: Die großen Letten des Pagan Folk Metal in gewohnter Form, allerdings diesmal ohne krachende Gitarren. Die Chöre lassen mich zum Teil an KNORKATOR denken, allerdings benutzen die keine missverständlichen Symbole...
SIROCCO – Forsaken Shores: Wenn METALLICA früher Folk gespielt hätten, wer weiß, vielleicht hätte man sie an den Stränden der Staaten vergessen. Die Iren SIROCCO hingegen sollte man nicht vorschnell im Sand vergraben!
Unter dem Strich eine für Freunde des Genres interessante Kompilation mit ein paar Aussetzern. Keyboardallergiker und Pathosflüchtlinge seien jedoch vor möglichem Brechreiz gewarnt! Unbedingt lobend erwähnen muss ich an dieser Stelle noch das Cover: meine Laune wird schon ganz furchtbar schlecht sein wenn ich darüber nicht mehr lachen kann! Trash as Trash can!
// untergangsmelder |