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Graveyard Horror
cover
Originaltitel: Cemetery Gates
Herstellungsjahr: 2006
Regisseur:
Schauspieler: Reggie Bannister Howard Berger Brad Carlson Michelle Diamond Nicole DuPort Ky Evans Chris Finch Karol Garrison Damian Arthur Lea
FSK: 16
Alternative Fassungen: -
Laufzeit: 88
Wertung: 7.0 / 10
Links: IMDb OFDb
Ein großer tasmanischer Teufel wird von Tierschützern aus einem Versuchslabor befreit. Das mutierte Monster entkommt seinen Befreiern in der Nähe eines Friedhofs. Zur gleichen Zeit drehen Studenten dort einen Zombie-Film. Unterhalb des Friedhofgeländes hält sich die Kreatur versteckt. Es verschlingt sowohl tote als auch lebende Menschen. Die Erschaffer machen sich indes auf die Suche nach ihrem entflohenen Versuchsobjekt.
Tja, ich wusste am Anfang nicht richtig was mich erwarten sollte. So habe ich vorher im Netz nichts über den Film gelesen und ging somit recht unvoreingenommen an die Sache ran. Aber vielleicht sollte ich erstmal etwas über den Regisseur „Roy Knyrim“ erzählen. Der hat zwar vorher erst einen richtigen Film gedreht (Demons at the Door) aber ist im Horrorgenre kein unbeschriebenes Blatt. So ist er für sein Mitwirken bei den Special Effects (Meist Gore und Maskeneffekte) von Pleasure of Flesh, Toxic Avenger, God’s Army 2, Slugs und auch 2001 Maniacs bekannt. Also die besten Vorraussetzungen um ein ordentliches Splatterwerk abzuliefern.

Die Story klingt natürlich mehr als dämlich, ein riesiger genmanipulierter tasmanischer Teufel der auf einem Friedhof rumrandaliert… naja, warum auch nicht, solange das drum herum passt. Und das tut es.

Seit langem wird einem mal wieder was Ordentliches im Splatterbereich geboten. Musste man in letzter Zeit eher nach Spanien oder Südamerika gucken um ordentliche Blutfeste geboten zu bekommen, schlägt mit „Graveyard Monster“ wieder die Stunde des Amerikanischen Gorefilms. Das „Monster“ ist kein bisschen am Computer Animiert sondern eine vollwertige Puppe, die aber nicht einfach nur ratz-fatz an der Kamera vorbeihuscht, sondern auch schon mal in einer Grossaufnahme gezeigt wird. Was die Tötungen angeht, wurde auch hier viel Wert auf die Detailarbeit gelegt. Da wird nicht einfach nur der Arm abgerissen und es bleibt die übliche kreisrunde Pappwunde zurück, nein ein Stück abgebrochener Knochen ragt aus dem Stumpf und das Fleisch hängt in Fetzen herunter. Auch wenn einem Opfer der Rücken aufgerissen oder der Kopf durch ein Eisengitter gedrückt wird, sieht man, was der Regisseur früher so getrieben hat. Mir hat auch sehr gut gefallen dass die Effekte teilweise recht übertrieben sind und ein Mensch in diesem Film durchaus seine 20 Liter Blut in sich hat. Von Glaubwürdigkeit kann da dann natürlich keine Rede mehr sein und das ganze gehört für mich auch definitiv in die Rubrik Fun-Splatter.

Um noch mal zur Erzählweise des Films zu kommen. Die Gruppe Jugendliche um die sich hier der Hauptplot dreht besteht aus sehr individuellen Menschen… da wäre der angeblich schwule Filmemacher, die immer-geile grossbrüstige aber etwas doofe Blondine, ein Draufgänger, ein Kiffer und die frigide Freundin des „angeblich Schwulen“. Fehlt natürlich nur noch der „Spaßvogel“ und die Gruppe ist komplett. Dann gibt es noch 2 Althippies, einen Friedhofswärter der dauernd betrunken ist und seine 2 Söhne (Von denen einer etwas zurückgeblieben ist). Dann noch ein paar Jogger, Radfahrer, Tierschützer und andere wahllos erscheinende Personen die einfach nur zum heiteren Abschlachten in den Film integriert wurden. Das mag den Inhaltsverwöhnten Filmzuschauer vielleicht sauer aufstoßen, aber es passt gut zum Film, weil was will ich eine ausführliche Charakterstudie wenn dem „Opfer“ sowieso 5 Minuten später der Magen rausgefuttert wird.

Nungut, der Filmemacher ist auch zufälligerweise der Sohn des Wissenschaftlers der unseren freundlichen Tasmanischen Teufel gezüchtet hat. Da die Kreatur tragischer Weise seine Frau (Und somit die Mutter des „Hauptcharakters“) zerstückelt hat, gibt das dem ganzen eine ganz neue Sichtweise auf Verhältnis Vater-Sohn-Monster… aber natürlich auch nur sehr Oberflächlich und eigentlich vernachlässigbar.

So hangelt man sich von einem Gemetzel zum anderen und wird ab und zu durch teilweise doch lustige Dialoge und amüsante Andeutungen an das Horror/Splatter-Genre erheitert. Nicht das das ganze wirkliche Komödien-Qualität hätte, aber man bekommt selbst bei den bescheuertsten Dialogen nicht das Gefühl das das Schmunzeln, welches sich unweigerlich anbahnt, ungewollt wäre.

Die Schauspieler sind eine Mischung aus „alten“ Horrorveteranen (Reggie Bannister, bekannt aus Phantasm, Wishmaster, Survival Quest oder Howard Berger der auch eher für seine grandiosen Special FX bekannt sein dürfte) und neuen unbekannten Gesichtern. Das hier zu keiner Zeit großartige Leistungen erbracht werden ist natürlich klar, aber insgesamt passt doch alles zusammen.

Alles in allem ist „Graveyard Horror“ meiner Ansicht nach ein überzeugender Splatterfilm (Und definitiv kein Horrorfilm, denn wirklich spannendes passiert eigentlich nicht) der aufgrund seiner Effekte und Blutlastigkeit aus dem Einheitsbrei der seit Jahren den Markt überschwemmenden US-Teenie-Slasher mit FSK16 Freigabe hervorsticht. Also wer sein Hirn durchaus mal abschalten, sich an niveaulosen Dialogen und Witzen erfreuen kann und auf eine ordentliche Portion Blut und Innenansichten des Menschlichen Körpers steht, der sollte sich von diesem Tier-Splatterfilmchen einfangen lassen und sich daran erfreuen das aus den USA doch noch anständige Gorefeste kommen können.


// ZILLA

 ec

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